Panorama

Sorge vor Naturkatastrophen Naruhito hält erste Neujahrsansprache

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Im Mai vergangenen Jahres übernahm Naruhito (hier mit seiner Frau Masako) das Kaiseramt, im Oktober wurde er feierlich inthronisiert.

(Foto: imago images/Kyodo News)

Erstmals seit seiner Thronbesteigung hält der japanische Kaiser Naruhito eine Ansprache zum Jahreswechsel. Vor allem wünscht er seinem Land ein Jahr ohne Naturkatastrophen.

Der neue japanische Kaiser Naruhito hat in seiner ersten Neujahrsansprache seit seiner Thronbesteigung den Wunsch geäußert, dass sein Land im Jahr 2020 von Naturkatastrophen verschont bleibt. Er hoffe, es werde ein "gutes und friedliches Jahr ohne irgendwelche Naturkatastrophen", sagte der 59-Jährige in seiner Rede vom Balkon des Kaiserpalasts in Tokio aus. Zu der Ansprache hatten sich Zehntausende Menschen auf dem Palastgelände versammelt.

Er sorge sich um die Menschen, die wegen der Taifune und schweren Regenfälle des vergangenen Jahres nun ein "schwieriges Leben" führten, sagte der Monarch. Naruhito und seine Ehefrau Masako hatten im Dezember ein Gebiet im Nordosten Japans besucht, in dem der Taifun "Hagibis" gewütet hatte. Durch den Sturm kamen in Japan mehr als 80 Menschen ums Leben.

"Ich freue mich, das neue Jahr zusammen mit Euch zu feiern", sagte Naruhito in seiner Neujahrsansprache. In der Menge wurden japanische Fahnen geschwenkt, viele Menschen riefen dem Kaiser "Banzai" zu - womit sie ihm ein langes Leben wünschten. Bei Naruhitos Rede war neben Masako auch sein Vater Akihito anwesend, der Ende April nach drei Jahrzehnten auf dem Thron abgedankt hatte.

Naruhito hatte sein Amt dann im Mai übernommen, seine feierliche Inthronisierung fand aber erst am 22. Oktober statt. Die ursprünglich zu diesem Datum ebenfalls geplante Parade des neuen Kaisers und seiner Ehefrau durch die Hauptstadt war wegen "Hagibis" verschoben worden und fand im November statt.

Quelle: ntv.de, mli/AFP