Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Noch sind weiße Weihnachten drin

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In Berlin könnten zur Mitte der Woche ein paar Flocken fallen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ob man an den Feiertagen mit den Liebsten durch eine weiße Winterlandschaft wandern kann - noch ist dies ungewiss. Denn die neue Woche bietet einen Mix aus Regen und Schnee mit Temperaturen von minus 2 bis zu 10 Grad plus. Weiße Überraschungen sind aber möglich, meint Wetterexperte Björn Alexander.

Die Unsicherheiten, die die Computermodelle für den Weihnachts-Wettertrend transportieren, sind nach wie vor groß. An Weihnachten 2021 ist wettertechnisch nämlich extrem viel möglich. Das beinhaltet - neben weißen Überraschungen - leider auch weniger beschauliche Wetterphänomene. Insbesondere entlang der Mittelgebirge ist an Heiligabend beispielsweise ein breiter Streifen mit gefrierendendem Regen und Glatteis nicht auszuschließen. Denn - und zumindest dabei gibt es eine relative Übereinstimmung bei den Wettercomputern - wir steuern an Weihnachten auf eine sogenannte Grenzwetterlage hin.

Der Weg bis dahin ist ebenfalls eine durchaus abwechslungsreiche Geschichte. Neben der Kaltluft, die uns in der neuen Wetterwoche erreicht, tagsüber Winterfeeling und nachts frostige Werte bringt, steigen vor allem in den wolken- und nebelgeplagten Regionen die Sonnenanteile endlich wieder an. Das betrifft insbesondere die Landesmitte und die trüben Niederungen im Süden.

So hat zum Beispiel Düsseldorf im ganzen Dezember bislang nur 10,5 Sonnenstunden bekommen, dürfte aber bereits am Montag und Dienstag insgesamt 10 bis 13 sonnige Betriebsstunden obendrauf bekommen. Das entspricht einer Verdopplung der Sonnenanteile binnen nur zwei Tagen und dürfte vielen von uns als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk wie gerufen kommen. Endlich mal wieder Sonne und Licht.

Zuspitzen wird sich die winterliche Wetterlage besonders von Mittwoch bis Freitag, wenn sich Niederschläge dazugesellen und zum Teil als Schnee, zum Teil als Regen mit Glatteisgefahr niedergehen. Und weil sich die verschiedenen Wettermodelle auch an Weihnachten (noch) nicht für einen gemeinsamen Weg entscheiden können, ist zwischen Tau- und Winterwetter reichlich Luft vorhanden. Hier die Details.

Nacht zum Montag: Öfter frostig, teilweise glatt

Verbreitet bekommen wir leichten Frost oder Bodenfrost und bevorzugt im Süden und Südosten fällt etwas Schnee oder Schneeregen, was dort auch zu glatten Straßen führen kann. Ansonsten bleibt es trocken. Aber dennoch ist beispielsweise Reifglätte nicht auszuschließen. Ebenso sollten Sie morgens ein paar Minuten mehr zum Scheibenkratzen einplanen.

Montag: Endlich mal wieder mehr Sonne

Richtung Erzgebirge und im Südosten Bayerns sind noch ein paar Schneeflocken, in tiefen Lagen Schneeregen und örtlich Glatteisgefahr möglich. Im großen Rest bleibt es aber endlich mal sonniger und trocken. Einziger Schönheitsfehler sind die Temperaturen, die trotz des Sonnenzuwachses in der Abwärtsbewegung sind. Meistens erwarten uns minus 1 bis plus 4 Grad, nur am Rhein sowie im äußersten Nordwesten werden es noch 5 bis 7 Grad.

Dienstag: Eiskalter Start in den Tag

Nach oft klarer und mitunter eisiger Nacht geht es tagsüber zeitweise sonnig und trocken weiter. Einzig im äußersten Norden und Osten ist es wolkiger. Die Temperaturen starten dabei mit minus 1 bis minus 6 Grad, in Alpentälern auch um minus 10 Grad in den Tag. Später erwarten uns vielfach 1 bis 3, auf Sylt um 4 Grad, während sich im Bergland der leichte Dauerfrost ausbreitet.

Mittwoch: Schnee im Norden und Osten

Morgens geht es abermals frostig los. Einzig in Friesland ist die Frostgefahr geringer. Anschließend zeigen sich der Norden und der Osten zunehmend wolkig und nordöstlich einer Linie Bremerhaven-Berlin fällt etwas Schnee oder Schneeregen, während es im übrigen Land freundlich und trocken bleibt. Dazu minus 2 bis plus 3, an der Nordsee um 4 Grad.

Donnerstag: Schnee im Norden und Osten

Zunächst fällt an der Küste etwas Schnee oder Schneeregen. Sonst zwar wolkig, bis Mittag aber meist noch trocken. Nachmittags setzt im Südwesten unseres Landes ebenfalls Schneefall ein, der später in Regen mit Glatteisbildung übergeht. Die Temperaturen erreichen im Norden und Osten minus 1 bis plus 3, im Südwesten 3 bis 7 Grad.

Heiligabend: Nordhälfte winterlich, Süden milder

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Wetterexperte Björn Alexander

(Foto: ntv)

Nördlich einer Linie Eifel-Fichtelgebirge dürfte es mit 0 bis 3, an der Nordsee um 4 Grad durchaus winterlich kalt bleiben. Hier könnte hauptsächlich an der Küste und in Mecklenburg-Vorpommern etwas Schnee, in Ostfriesland eher Schneeregen fallen. Südlich dieser Linie ist es stark bewölkt und es fällt zeitweise etwas Regen, an der Grenze zur kalten Luft ist ebenfalls Schnee oder Schneeregen bis in tiefere Lagen möglich. Leider ist aufgrund der Frostsituation in den Tagen und Nächten zuvor auch gefrierender Regen oder Glatteis denkbar. Hierbei bringen es die Temperaturen im Süden auf 4 bis 8, Oberrhein vielleicht sogar auf bis zu 10 Grad.

Erster Weihnachtsfeiertag: Unsicherheiten werden größer

Die Wettertrends können sich einfach noch nicht einigen. Insofern hier die zwei wahrscheinlichsten Szenarien. Entweder ist es zeitweise sonnig und kalt bei minus 2 bis plus 3 Grad. Dabei wäre dann auch noch etwas Schneefall in Alpennähe drin. Die andere Variante sieht hingegen wesentlich weniger Winter kommen mit vielen Wolken und zeitweiligem Regen ihm Norden bei milderen 3 bis 10 Grad.

Zweiter Weihnachtsfeiertag: Weihnachtslotterie in der Verlängerung

Wenn es am ersten Weihnachtsfeiertag schon große Unterschiede gibt, dann werden diese natürlich am zweiten nicht geringer. Dementsprechend beschreibt die eine Seite der Berechnungen einen freundlichen und kalten Sonntag mit minus 4 bis plus 2 Grad. Die andere Seite sieht dagegen milde 4 bis 11 Grad und Regen im Westen.

Quelle: ntv.de

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