Panorama

Nach Krawallen in Frankfurt Opernplatz wird erneut friedlich geräumt

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Polizisten stehen am Abend auf dem Frankfurter Opernplatz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ab Mitternacht beginnt die Frankfurter Polizei am Wochenende zurzeit, den Opernplatz zu räumen. Am ersten Wochenende nach den dortigen Ausschreitungen bleibt die Situation jedoch friedlich. Am späten Abend kommt es zum Dialog zwischen Demonstranten und dem Oberbürgermeister.

Eine Woche nach den Ausschreitungen in Frankfurt ist auch die Räumung des Opernplatzes in der Nacht auf Sonntag friedlich verlaufen. Zuletzt hielten sich noch einige Dutzend Menschen auf dem Platz auf, verließen ihn jedoch vor Beginn der Sperrstunde um 1 Uhr. Die Polizei war seit dem frühen Abend mit zahlreichen Beamten im Einsatz, im gesamten Stadtgebiet war ein größeres Polizeiaufgebot zu sehen. Erstmals galt an diesem Wochenende ab Mitternacht ein Betretungsverbot für den Opernplatz, auf dem es vor einer Woche zu Krawallen gekommen war. Polizisten waren aus der Menge der Feiernden heraus mit Flaschen angegriffen worden. Mindestens fünf Beamte wurden nach Polizeieingaben verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. Die Nacht zum Freitag war ebenfalls ruhig geblieben.

Der Opernplatz hatte sich in den vergangenen Monaten auch angesichts der coronabedingten Schließung von Clubs und Diskotheken zur Freiluft-Partyzone entwickelt. Angesichts der starken Polizeipräsenz feierten an diesem Wochenende aber nur jeweils wenige hundert Menschen in kleinen Gruppen auf dem Platz. Die Polizei sprach von rund 300 Feiernden, die sich am Samstagabend auf dem Platz befanden. Ab Mitternacht wurden Scheinwerfer angeschaltet, die Polizei machte Durchsagen. Ab 1 Uhr musste der Platz geräumt sein.

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(Foto: picture alliance/dpa)

SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann hatte sich am späten Samstagabend auf dem Opernplatz ein Bild von der Lage machen wollen und wurde von Demonstranten zu Gesprächen aufgefordert, die auf dem Platz gegen sogenanntes Racial Profiling protestierten. Von Racial Profiling spricht man, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Haarfarbe oder anderer äußerer Merkmale, aber ohne konkreten Anlass kontrolliert werden. Sie warfen der Frankfurter Polizei vor, gezielt Menschen mit Migrationshintergrund zu kontrollieren. Feldmann befand sich zwischendurch mit mehreren Demonstranten in einem Ring von Polizisten, die wiederum von Demonstranten umgeben waren. Er sagte, für Diskriminierung und Rassismus sei kein Platz in Frankfurt, und bot weitere Gespräche an.

Nach einem etwa 30-minütigen Meinungsaustausch verließ Feldmann den Platz. Ob am kommenden Wochenende ein ähnliches Polizeiaufgebot eingesetzt wird, werde in den nächsten Tagen entschieden, sagte eine Sprecherin. Zunächst werde der Einsatz an diesem Wochenende ausgewertet. Feldmann sagte, wenn sich die Lage beruhigt habe, könne der Einsatz heruntergefahren werde. Das Betretungsverbot des Platzes ab Mitternacht soll zunächst weiter an den Wochenenden gelten.

Quelle: ntv.de, agr/dpa