Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Pfingsten ist halb in trockenen Tüchern

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"So schön wie Heidelberg trocknen nach dem Regen nur Städte, in denen Olivenbäume wachsen", schreibt der Autor Saša Stanišić.

(Foto: dpa)

Der Mai geht zu Ende und es ist seit Langem einmal wieder ein Monat, der im Vergleich zum Durchschnitt zu kühl ist. Meteorologisch beginnt der Sommer - und der fühlt sich gleich zu Pfingsten sonnig und warm an.

Der Trend für unser Pfingstwetter kann sich sehen lassen. Zwar sind die Unsicherheiten bei den verschiedenen Wettercomputern definitiv noch vorhanden. Grundsätzlich sieht es aber nach einem trockenen und angenehm warmen Start ins Pfingstwochenende aus. Erst der Pfingstmontag dürfte aus heutiger Sicht deutlich wechselhafter werden.

Gleichzeitig endet am Sonntag der Mai und mit dem Juni sind wir - meteorologisch gesehen - bereits im Sommer. Das ist somit auch die Zeit für eine kleine Wetterbilanz. Sicher sind dabei vor allem zwei Dinge.

Einerseits erlebten wir im Frühjahr 2020 eine absolut magere Regenbilanz. Und das ist leider auch ein längerfristiger Trend. Vergleicht man die Regenbilanzen im Frühjahr bis ins Jahr 2010 zurück, dann sind insgesamt fünf Frühlinge viel zu trocken gewesen. Und auch in den übrigen Jahren gab es keinen übermäßigen Regenüberschuss. Kurzum: Gerade in der Hauptwachstumsphase erleben wir einen relativ eindeutigen Trend zum Regenmangel.

Andererseits erleben wir in diesem Mai den ersten zu kühlen Monat seit genau einem Jahr. Der letzte unterdurchschnittlich temperierte Monat war der Mai 2019. Zumindest aber hatte der uns im letzten Jahr noch überdurchschnittlich viel Regen gebracht. Das sieht auf den letzten Metern des Mai 2020 ganz anders aus. Jetzt kommt nämlich Hoch "Steffen" von Westen heran und die Schauer werden immer seltener. Hier die Details.

Montag

Die Westhälfte bekommt im Eifelumfeld noch einzelne Schauer. Ansonsten ist es freundlich bis sonnig und trocken, während es Richtung Osten wechselhaft mit Schauern weitergeht. An den Alpen sind zum Teil noch Blitz und Donner drin. Die Temperaturen erreichen bei einem teilweise lebhaften bis stürmischen Wind zwischen 14 Grad am Erzgebirge und 23 Grad am Oberrhein.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Dienstag bis Donnerstag

Das Wetter bringt keine großen Überraschungen. Richtung östliches Mittelgebirge und Alpen sind lokal mal kurze Regengüsse möglich. Im großen Rest bleibt es dagegen schöner, wobei der Westen und der Südwesten am meisten Sonne abbekommen werden. Und auch bei den Temperaturen sind der Westen und der Süden eine Nasenlänge voraus. Am Dienstag mit 15 Grad im Bereich des östlichen Mittelgebirges und bis zu 25 Grad am Rhein. Der Mittwoch bringt 16 bis 26, der Donnerstag 14 bis 24 Grad.

Der Trend fürs Pfingstwochenende

Von Freitag bis Sonntag sind im Südosten schon mal kompaktere Wolken drin. Regen ist aber auch dort kaum in Sicht. Ansonsten dominiert die Sonne und die Temperaturen zeigen sich insgesamt recht angenehm mit einem leichten Aufwärtstrend. Freitag mit 14 bis 24, Samstag mit 15 bis 25 Grad und 16 bis 26 Grad am Pfingstsonntag. Ab Pfingstmontag deutet sich dann aus Westen ein Wetterwechsel an.

Quelle: ntv.de