Panorama

Schlimmste Dürre seit 1864 Schweizer See trocknet fast vollständig aus

110685982.jpg

Auf dem Lac des Brenets können seit Mitte September keine Schiffe mehr fahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem Lac des Brenets an der schweizerisch-französischen Grenze drehen normalerweise Ausflugsboote ihre Runden. Diese liegen jetzt auf Grund: Jahrhundertsommer und Regendefizit haben den See austrocknen lassen. Doch der Anblick ist trügerisch.

Der Schweizer See Lac des Brenets ist nach monatelanger Dürre zu einem Rinnsal geschrumpft. Der Wasserstand des normalerweise etwa 200 Meter breiten Gewässers sei um mehrere Meter gesunken, sagte Schifffahrtsunternehmer Jean-Claude Durig. Obwohl bereits seit Mitte September keine Schiffe mehr fahren können, habe der ungewöhnliche Anblick des ausgetrockneten Sees viele Schaulustige angezogen, berichtete er.

Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Meteo Schweiz erlebte die Westschweiz zwischen April und August das massivste Regendefizit seit Messbeginn im Jahr 1864. Im See bei der Ortschaft Les Brenets im Kanton Neuenburg an der Grenze zu Frankreich liegen deshalb die Boote auf Grund.

Der Untergrund wurde aber nicht so staubtrocken, wie er auf Luftbildern aussieht. In den vergangenen Tagen musste ein sechsjähriges Mädchen gerettet werden, das in den Schlamm gesunken war, berichtete der "Tages-Anzeiger". Am Samstag regnete es zwar wieder, aber das Wasser reichte vorerst nicht, um den See aufzufüllen, sagte Durig.

Laut einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Mittwoch macht sich die Trockenheit auch andernorts in der Schweiz Bemerkbar. Im 100 Kilometer entfernten Basel etwa hätten viele Reedereien an den Rheinhäfen den Betrieb wegen des niedrigen Wasserstands eingestellt. Auf dem Mittelrhein sei kaum noch kommerzielle Schiffahrt möglich, zitiert das Blatt die schweizerische Vereinigung für Schiffahrt und Hafenwirtschaft.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa

Mehr zum Thema