Panorama

Angriff während eines Ausflugs Sechs Franzosen im Niger getötet

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Die nigrischen Sicherheitskräfte sind mit der Lage überfordert.

(Foto: REUTERS)

Die Sahelregion gilt als äußerst unsicher. Etliche Terrorgruppen sind in dem Gebiet aktiv. Immer wieder kommt es deshalb auch im Niger zu Anschlägen mit vielen Toten. Die jüngsten Opfer sind sechs Franzosen, die in dem Land helfen wollten, und ihre beiden einheimischen Begleiter.

Im westafrikanischen Niger sind nach Behördenangaben sechs Franzosen und zwei Nigrer getötet worden. Schwer bewaffnete Menschen auf Motorrädern hätten die acht in der Region Tillabéri im Westen des Landes angegriffen, sagte der Gouverneur Ibrahim Katiela. Bei den Franzosen handelte es sich demnach um Mitarbeiter von ACTED, einer französischen Hilfsorganisation, die allerdings touristisch unterwegs waren. Die zwei Nigrer seien der Fahrer und ein Führer der Franzosen gewesen.

Der Niger gehört zur Sahelregion - ein Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer quer durch Afrika erstreckt. Die Region gilt als sehr unsicher, da dort etliche Terrorgruppen aktiv sind. Einige von ihnen haben dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen.

Erst vor wenigen Tagen waren in Kamerun mindestens 18 Menschen bei einem Angriff auf Flüchtlinge getötet worden. Angreifer hätten am frühen Sonntagmorgen einen Sprengsatz in ein Lager für Binnenflüchtlinge nahe Nguetchewe im Norden des Landes geworfen, während die Menschen noch schliefen, hieß es vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Nur zwei Tage zuvor hatte die Islamisten-Miliz Boko Haram bei einem Granatenangriff im Norden Kameruns mindestens 13 Menschen getötet. Immer wieder kommt es auch im Niger zu Anschlägen mit etlichen Toten, vor allem im Westen des Landes.

Bei einer Anti-Terror-Mission hat Frankreich in der Region 5100 Soldaten im Einsatz. Der mauretanische Präsident Mohammed Ould Ghazouni hatte im Juni den Bürgerkrieg in Libyen als einen der Hauptgründe für die Verschlechterung der Sicherheitslage in der Sahelzone genannt. Er füttere terroristische Gruppen mit Waffen und Geld, sagte er. In Libyen tobt seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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