Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Sommer endet mit heißem Finale

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In den kommenden Tagen klettern die Temperaturen auf bis zu 34 Grad.

(Foto: dpa)

Kurz vor dem Ende des meteorologischen Sommers geben die Temperaturen noch einmal richtig Gas. Die dritte Hitzewelle des Jahres lässt nicht nur ganz Deutschland schwitzen, sondern rückt den Sommer auch in die Nähe der bisherigen Rekordhalter.

Bislang haben wir im Sommer 2019 zwei Hitzewellen erlebt, die für sich alleine schon bemerkenswert sind. Der rekordheiße Juni (+4,5 Grad gegenüber dem Durchschnittsjuni) sowie die Julihitze in der zweiten Monatshälfte mit Spitzen über 40 Grad. Und nun sind wir mitten in der dritten Hitzewelle des Sommers. Bis einschließlich Mittwoch liegen die Temperaturen oft über 30 Grad - in der Spitze sogar bis 34 Grad. Anschließend nähert sich ein Atlantiktief und verdrängt langsam die heiße Luft. Damit werden am Donnerstag nur noch im Osten über 30 Grad erreicht, der Freitag wird dann auch hier "kühler" bei bis zu 27 Grad. Insofern wird der aktuelle Heißluftschub nicht mehr an die zwei vorherigen Hitzeabschnitte heranreichen.

Er hat allerdings massive Auswirkungen auf die Statistik des Gesamtsommers. Der ist nämlich - trotz einiger Schwächephasen - jetzt in Reichweite zu den bisherigen Spitzenreitern. Einerseits zum zweitwärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, den wir mit einer positiven Abweichung von 3,1 Grad im letzten Jahr erlebt haben. Andererseits kommen wir in den Bereich des wärmsten Sommers seit Aufzeichnungsbeginn. Das ist der Sommer 2003, der damals gut 3,3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt lag.

Björn Alexander

Björn Alexander

Ob es für einen derartigen Temperaturüberschuss deutschlandweit noch reicht, ist zwar sehr fraglich - denn gerade im Süden war es im Sommer 2003 über 4 Grad zu warm. Aber insbesondere der Norden und Osten werden ziemlich sicher wärmer als 2003. Es zeichnet sich also ein durchaus spannendes Rennen in der neuen Wetterwoche ab. Spätestens am Wochenende sind wir schlauer, denn mit dem Monatswechsel endet der meteorologische Sommer, zu dem dementsprechend der Juni, der Juli und der August zählen. Damit geht es jetzt in die Details für die kommenden oft schönen Tage, die jedoch auch nicht ganz ohne Blitz und Donner auskommen. 

Montag

Bevorzugt über den Bergen brauen sich einzelne, aber dennoch kräftigere Gewitter zusammen. Da kaum Bewegung in der Atmosphäre herrscht, ziehen diese nur langsam und können so in kurzer Zeit einiges an Regen bringen. Neben Starkregen sind stellenweise Hagel und einzelne Sturmböen möglich. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 25 Grad an der Ostsee und heißen 33 Grad im Westen. Dabei wird es zum Teil bereits zunehmend drückend und schwül.

 Dienstag und Mittwoch 

Bis herauf in den Norden drohen ebenfalls immer wieder gewittrige Regengüsse. Die Sonne kommt aber auch hier nicht zu kurz und die meisten erwarten somit abermals zwei tolle Sommertage. Wobei der Mittwoch nach jetzigem Stand der heißere werden dürfte. Im Südwesten sind dabei stellenweise bis zu 34 Grad möglich und auch die Nächte bleiben immer wärmer, teilweise mit tropischen Werten nicht unter 20 Grad.  

Donnerstag und Freitag

Von Nordwesten schleicht sich allmählich eine erste, kleine Abkühlung heran. Hierbei sind am Donnerstag im Westen, am Freitag im Osten kräftige Gewitter drin. Mit 22 Grad an der Nordsee und bis zu 27 Grad im Südwesten und Osten bleibt es auch am Freitag weiterhin warm, aber eben nicht mehr so heiß. 

Am Wochenende 

Mit einem kleinen Zwischenhoch könnte es wieder an die 30 Grad rangehen. Auch die Sonne wäre oft dabei und somit könnte der meteorologische Herbstbeginn am Sonntag nach wie vor eher sommerlich ausfallen.

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Quelle: n-tv.de