Panorama

Eltern dachten, sie sei tot Vierjährige überlebt fünf Tage im Dschungel

RTS16AI0 (1).jpg

Das Mädchen verschwand in einer ländlichen Gegend in der Nähe der Stadt Macapá im Norden Brasiliens.

(Foto: REUTERS)

Eine Vierjährige spielt in Brasilien mit ihrer Schwester in einem Kanu und verschwindet dann plötzlich. Die Eltern befürchten, dass das Mädchen ins Wasser gefallen und ertrunken ist. Doch nach fünf Tagen taucht das Kind wieder auf - beinahe unversehrt.

Fünf Tage lang irrte sie alleine durch den Dschungel, aß Früchte und trank Flusswasser - während ihre Eltern die Hoffnung schon aufgegeben hatten, sie lebend wiederzufinden. Dann ist eine Vierjährige in Brasilien fünf Tage nach ihrem Verschwinden wieder aufgetaucht. Die Zeit allein im Dschungel überstand das Mädchen offenbar weitgehend unbeschadet.

Laut "Mail Online" verschwand die vierjährige Ana Vitoria bereits am 29. Dezember in einer ländlichen Gegend in der Nähe der Stadt Macapá im Norden Brasiliens. Zuletzt hatte sie dort mit ihrer achtjährigen Schwester in einem Kanu gespielt. Weil das Mädchen nicht schwimmen konnte, befürchteten seine Eltern nach dem Verschwinden, dass es ertrunken sein könnte. Taucher suchten daraufhin tagelang den Fluss ab. "Die Angaben der Angehörigen haben uns glauben lassen, dass das Mädchen vermutlich gestorben ist und nicht, dass sie in den Dschungel gelaufen sein könnte", sagte der lokale Feuerwehrchef, Rosivaldo Andrade, gegenüber "Mail Online".

Doch fünf Tage später entdeckte ein Cousin Ana Vitoria plötzlich - mitten im Urwald, auf einem Baumstamm sitzend, zwei Kilometer von dem Ort entfernt, an dem sie verschwunden war. "Sie konnte nicht mehr laufen", sagte ihre Mutter "Mail Online". Außerdem war die Vierjährige dehydriert und hatte einige Kratzer und Schrammen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie unter Beobachtung steht. Es wird jedoch erwartet, dass sie sich wieder vollständig erholt.

Laut Andrade ist es ein glücklicher Zufall, dass das Mädchen rechtzeitig gefunden wurde. Zwar gebe es in dem Gebiet keine gefährlichen Tiere, aber das ändere nichts an den Gefahren des Dschungels - dem Wassermangel, der Kälte, dem Infektions- und Unfallrisiko. "Sie hat enorme Schwierigkeiten überstanden", so Andrade. Ihrer Mutter zufolge überlebte die Vierjährige, indem sie Früchte aß und aus einem Fluss trank.

Quelle: ntv.de, ftü