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Protzen während das Land verarmt Wie Venezuelas reiche Politiker-Kinder provozieren

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Maria Gabriela Chavez Colmenares ist Gerüchten zufolge die reichste Frau Venezuelas.

(Foto: picture alliance / dpa)

Während der Großteil der Venezolaner unter der Dauerkrise und Inflation leidet, prahlen einige Kinder hoher Politiker mit ihrem Geld. Viele ihrer Mitbürger dürfte verärgern, was die "Rich Kids" des Landes treiben.

Während in Venezuela derzeit ein großer Teil der Bevölkerung einer heftigen Wirtschaftskrise ausgesetzt ist und unter Versorgungsengpässen leidet, weiß ein elitärer Teil anscheinend nicht, wohin mit dem Geld. Laut einem Bericht der britischen Zeitung "Daily Mail" sind unter anderem die Stiefkinder von Nicolás Maduro sowie die Töchter von Hugo Chavez nicht gerade kleinlich, wenn es ums Geldausgeben geht.

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So sollen die beiden Maduro-Stiefsöhne Yoswal Gavidia Flores und Walter Gavidia Flores vor einigen Monaten rund 45.000 Dollar für einen längeren Aufenthalt im Pariser Nobelhotel Ritz ausgegeben haben. Die Hotelrechnung für einen Monat entspreche damit ungefähr dem Lohn von 2000 Venezolanern. Außerdem seien die beiden in den besten Restaurants Madrids, in Luxus- und Juwelierläden unterwegs gewesen.

Mit diesem Verhalten sind die beiden nicht allein. Auch die Töchter von Hugo Chavez wissen wohl nicht, wie sich die Armut und die Not anfühlt, in der sich ihre Landsleute derzeit befinden: Denn Maria Gabriela Chavez Colmenares soll Gerüchten zufolge die reichste Frau Venezuelas sein. Und auch Rosinés Chavez Rodriguez, die jüngere Schwester, prahlte vor einigen Jahren in den sozialen Netzwerken mit einem Dollar-Bündel in der Hand, als sie nach Paris flog. Sie studiert an der Sorbonne, während die Lehrer in ihrer Heimat derzeit keine Löhne erhalten.

Viele Venezolaner können über diesen Protz während der Wirtschaftskrise sicher nur den Kopf schütteln. Mit einem "Sozialismus des 21. Jahrhunderts", den Chavez einst wollte, hat das nichts zu tun. Währenddessen wird die Lage immer dramatischer. Die USA bereiten die Entsendung von Lebensmitteln und Medikamenten in das Land vor. Um die humanitäre Hilfe hat der Oppositionsführer und Interimspräsident Juan Guaidó gebeten.

Quelle: n-tv.de, sgu

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