Panorama

Mehr tote Biker und Radler Zahl der Verkehrstoten leicht gestiegen

106474531.jpg

Im Juni 2018 wurde ein Achtjähriger in Berlin-Spandau von einem Lkw überrollt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Immer noch rekordverdächtig niedrig und dennoch besorgniserregend: Auf Deutschlands Straßen verunglücken im Jahr 2018 wieder mehr Verkehrsteilnehmer. Der Negativtrend beruht vor allem auf einer steigenden Zahl getöteter Rad- und Motorradfahrer.

Auf deutschen Straßen sind nach zwei Jahren Rückgang wieder mehr Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Das Statistische Bundesamt sprach von 3265 Verkehrstoten im Jahr 2018. Das ist eine Zunahme von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich handele es sich um den drittniedrigsten Stand seit dem Jahr 1950, berichtete das Amt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse. Nach Ergebnissen aus den ersten elf Monaten geht der Anstieg der Gesamtzahl auf eine Zunahme bei getöteten Fahrrad- und Motorradfahrern zurück.

Zwischen Januar und November starben 50 Fahrradfahrer und damit 13,6 Prozent mehr. Hinzu kamen 57 getötete Motorradfahrer, dies bedeutet einen Anstieg um 9 Prozent. Die Zahl sank hingegen bei den Fußgängern um rund sechs Prozent und den Autofahrern um rund zwei Prozent.

Die Gesamtzahl der von der Polizei aufgenommenen Unfälle ging mit 0,4 Prozent leicht auf 2,6 Millionen zurück. Zu Sachschäden kam es in 2,3 Millionen Fällen. Tote oder Verletzte gab es in 307.900 Fällen, das sind 1,7 Prozent mehr. Die Zahl der Verletzten stieg um 1,1 Prozent auf rund 394.000.

Die größte Zunahme an Verkehrstoten meldete das Bundesamt für Sachsen (plus 50) und Hessen (plus 26). Den stärksten Rückgang gab es den Zahlen zufolge in Baden-Württemberg (minus 18) und Nordrhein-Westfalen (minus 16).

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

Mehr zum Thema