Panorama

Wertvolle James-Bond-Pistolen Zeugen zu Diebstahl von 007-Waffen gesucht

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Auch der Revolver vom Typ Smith & Wesson wurde von den Dieben entwendet.

(Foto: Metropolitan Police)

Im März stehlen Einbrecher mehrere James-Bond-Pistolen aus dem Haus eines privaten Sammlers. Bis heute fehlt von vier der erbeuteten Filmwaffen jede Spur. Mit Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die britische Polizei nun nach neuen Zeugen.

Sechs Monate nach dem Diebstahl mehrerer Waffen aus James-Bond-Filmen hat die britische Polizei einen neuen Zeugenaufruf gestartet. Die Londoner Metropolitan Police veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera, die ein parkendes Auto in der Nähe des Tatorts zeigen. Aus diesem Auto heraus war nach Überzeugung der Ermittler der Tatort ausgespäht worden. Zeugen sollen sich bei der Polizei melden.

Die nun veröffentlichten Überwachungsbilder "erinnern an einen James-Bond-Film", erklärte der Polizist Paul Ridley. "Man kann sogar den Blitz einer Kamera des Fahrzeuginsassen bei der Observierung sehen." Die Ermittler sind überzeugt, dass die Insassen des Fahrzeugs "an dem Verbrechen beteiligt waren", das wenige Minuten später verübt wurde.

Entwendete Pistole auf Feld gefunden

Die Filmwaffen waren am 23. März aus einem Haus in Enfield, einem Vorort im Norden Londons, gestohlen worden. Eine der deaktivierten Waffen, eine Llama-Pistole aus dem 007-Film "Stirb an einem anderen Tag", wurde wenige Tage später auf einem Feld wiedergefunden.

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Die gestohlene Walther PPK aus dem Bond-Film "Im Angesicht des Todes".

(Foto: picture alliance/dpa)

Von vier weiteren Waffen fehlt aber weiter jede Spur, darunter eine PPK Walther, die Roger Moore in "Im Angesicht des Todes" bei einer Verfolgungsjagd auf dem Eiffelturm in Paris getragen hatte, sowie ein Revolver vom Typ Smith & Wesson 44 Magnum, den Moore in seinem ersten Bond-Film "Leben und sterben lassen" (1973) bei sich trug.

"Die gestohlenen Schusswaffen sind sehr auffällig und wurden speziell für bestimmte James-Bond-Filme angefertigt. Sie sind mit ziemlicher Sicherheit sofort für die Öffentlichkeit und für jeden, dem sie zum Verkauf angeboten werden, zu erkennen", sagte ein Sprecher der Metropolitan Police kurz nach dem Diebstahl. "Viele dieser Objekte sind unersetzlich. Zum Beispiel ist die Magnum die einzige auf der Welt, bei der die gesamte Waffe in Chrom vollendet wurde." Der Gesamtwert der einmaligen Sammlerstücke, die sich im Privatbesitz befanden, wird auf mehr als 110.000 Euro geschätzt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP