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Libanesin zückt Messer Abschiebeversuch löst SEK-Einsatz aus

Symbolbild

Das SEK räumte das Haus in Mülheim. (Symbolbild)

(Foto: picture-alliance)

Eine libanesische Familie soll nach Spanien abgeschoben werden. Die Ausländerbehörde rückt an, um die Mutter und ihre drei Kinder abzuholen. Plötzlich eskaliert die Situation - das SEK muss die Lage entschärfen.

Die Abschiebung einer libanesischen Familie in Mülheim an der Ruhr ist eskaliert. Als die Ausländerbehörde eine Mutter und ihre drei Kinder am frühen Morgen abholen will, verschanzt sich die 39-Jährige mit ihrem 16 Jahre alten Sohn in einem Zimmer in ihrer Wohnung. Wie die Polizei berichtet, habe sich die Frau ein Messer an den Hals gehalten und damit gedroht, sich umzubringen. Ihr 16-jähriger Sohn hielt sich am Fenster auf, um möglicherweise zu fliehen. Zwei weitere Kinder im Alter von 10 und 19 Jahren seien vorher bereits von der Polizei in Obhut genommen worden.

Eine Gefahr für die Mutter, den Sohn oder unbeteiligte Personen habe nicht ausgeschlossen werden können, so die Beamten. Deshalb wurde das SEK hinzugerufen und das Haus im Stadtteil Heißen geräumt. Gegen die Frau und ihren 16 Jahre alten Sohn werde nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Gegen ihn wurde in der Vergangenheit wegen sexueller Belästigung ermittelt.

Nach dem Einsatz wurde die Familie ärztlich betreut und dann der Stadt übergeben. Laut einem Sprecher der Stadt kam die Frau in ein Krankenhaus, sie werde nun psychologisch untersucht. Auch die zwei jüngeren Söhne seien in Betreuung. Der 19-Jährige sei wieder in der Unterkunft und solle demnächst nach Spanien - das Ursprungseinreiseland der Familie - abgeschoben werden. Dort muss der Asylantrag der Familienmitglieder gemäß dem Dubliner Übereinkommen geprüft werden.

Quelle: n-tv.de, fge/dpa