Politik

Senat einigt sich Auch Berlin führt 15-Kilometer-Regel ein

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Sechs der zwölf Berliner Bezirke liegen bereits über der 200er-Inzidenz.

(Foto: imago images/Christian Thiel)

In Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 darf man sich nicht ohne triftigen Grund mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen. Das gilt nun auch für Berlin. Dabei gibt es einige Ausnahmen.

Berlinerinnen und Berliner dürfen sich von der Stadtgrenze künftig nur noch 15 Kilometer entfernen. Der Senat hat sich bei seiner Sitzung angesichts der weiterhin großen Zahl von Corona-Neuinfektionen auf eine entsprechende Beschränkung der Bewegungsfreiheit verständigt. Das teilte Finanzsenator Matthias Kollatz von der SPD nach einer Senatssitzung dem RBB mit. Bei Verstößen drohen Bußgelder. "Das Ziel von all dem, was wir tun, ist die Zahl der Reisebewegungen und Kontakte zu verringern", sagte Kollatz.

In Brandenburg und anderen Bundesländern gilt die neue Regel schon. Demnach sind touristische Reisen für Bewohner von Corona-Hotspots außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt seit Samstag untersagt. Das gilt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Weg zur Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche bleiben erlaubt. Die Regelung geht auf eine Vereinbarung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns in der Vorwoche zurück.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, lag am Morgen deutschlandweit bei 164,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 341,9 und Thüringen mit 325,7.

Berlin liegt bei einer Inzidenz von 190,8. Mehrere Bezirke knacken allerdings bereits die 200er-Marke. Darunter Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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