Politik

"Führungsfigur und klare Stimme" Bill Gates lobt Merkel in Corona-Krise

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2014 war Bill Gates zu Gast im Kanzleramt.

(Foto: imago/photothek)

Der US-Milliardär Bill Gates äußert ungewöhnlich harte Kritik an der Trump-Regierung. So gebe die Regierung in Washington etwa keine klaren Anweisungen zur Lockerung von Restriktionen im öffentlichen Leben. Großes Lob erfährt dagegen die Kanzlerin.

Der US-Milliardär Bill Gates hat in der Corona-Krise Bundeskanzlerin Angela Merkel in höchsten Tönen gelobt. Die deutsche Kanzlerin versuche, "eine Führungsfigur und eine klare Stimme" in Deutschland zu sein, sagte der Mitgründer von Microsoft der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Gleichzeitig forciere Merkel mit Ländern wie Frankreich globale Anstrengungen.

Zugleich warf Gates der US-Regierung schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Krise vor. "Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die nötige Priorität", sagte der Mitgründer des Technologiekonzerns Microsoft der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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Gates, der sich mit seiner Stiftung unter anderem im Kampf gegen das Coronavirus engagiert, bemängelte, dass die Regierung in Washington keine klaren Anweisungen bei der Frage der Lockerung von Restriktionen im öffentlichen Leben gebe. Er beklagte zudem, dass die USA sich heute weniger an der Entwicklung globaler Lösungsansätze rund um den Gesundheitsnotstand beteiligten, als dies früher der Fall gewesen sei.

Die Kritik von Gates an der US-Regierung ist ungewöhnlich deutlich. Normalerweise schlägt er gegenüber Politikern diplomatische Töne an, auch gegenüber Präsident Donald Trump. Gates hatte aber schon dessen Entscheidung kritisiert, der Weltgesundheitsorganisation WHO Zahlungen zu verweigern.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP