Politik

Rätselhafte Gesundheitsprobleme CIA findet Ursachen von Havanna-Syndrom

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Die ersten Fälle des "Havanna-Syndroms" waren vor fünf Jahren bei Diplomaten in der kubanischen Hauptstadt aufgetaucht.

(Foto: picture alliance / Juergen Schwenkenbecher)

Wer oder was steckt hinter dem mysteriösen Havanna-Syndrom, unter dem US-Diplomaten leiden? Die CIA untersucht rund 1000 Fälle und kommt der Lösung des Rätsels ein wenig näher. Allerdings warten einige ungeklärte Fälle noch auf die Prüfung.

Für die meisten als Havanna-Syndrom bekannten mysteriösen Gesundheitsprobleme bei US-Diplomaten und Angehörigen ist einem Zeitungsbericht zufolge wohl weder Russland noch eine andere ausländische Macht verantwortlich. Die Mehrheit der rund 1000 untersuchten Fälle ließe sich durch umweltbedingte Ursachen, nicht diagnostizierte Krankheiten oder Stress erklären, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Zwischenergebnisse des US-Geheimdienstes CIA.

Allerdings würden bei zwei Dutzend ungeklärten Fällen die Untersuchungen noch fortgesetzt. Zudem sei eine beträchtliche weitere Zahl anderer Fälle noch ungeklärt. CIA-Direktor William Burns verwies darauf, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. "Wir sind zwar zu einigen wichtigen Zwischenergebnissen gekommen, aber wir sind noch nicht fertig", sagte er dem Blatt.

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Die mysteriösen Krankheitsfälle wurden erstmals 2016 bei Dutzenden Diplomaten in der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt Havanna öffentlich bekannt. Danach wurden unter anderem auch Fälle aus Wien, Paris und Genf gemeldet. Auch in der Berliner US-Botschaft soll es Medienberichten zufolge Verdachtsfälle gegeben haben.

Zu den Symptomen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Gedächtnislücken und Schwindelgefühl. Die USA haben den Verdacht geäußert, dass die Betroffenen mit Funkwellen angegriffen worden seien und dass womöglich Russland dahinter stecke. Die Regierung in Moskau hat das zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, ghö/rts

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