Politik
Wer ist hier der Sieger? Klar, Donald Trump gewann die Wahl. Aber Hillary Clinton hatte mehr Stimmen.
Wer ist hier der Sieger? Klar, Donald Trump gewann die Wahl. Aber Hillary Clinton hatte mehr Stimmen.(Foto: AP)
Mittwoch, 23. November 2016

Neue Zahlen von der US-Wahl: Clinton erhielt zwei Millionen Stimmen mehr

Hillary Clinton ist die Verliererin der US-Wahl. Dabei lag sie, laut Medienbericht, bei ihren Stimmanteilen 1,5 Prozentpunkte vor Donald Trump. Wie das möglich ist? Der US-Präsident wird nicht direkt von den Wählern bestimmt.

Bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Wochen hat die Verliererin Hillary Clinton laut einer aktuellen Zählung über zwei Millionen Stimmen mehr geholt als der Wahlsieger und designierte Präsident Donald Trump. Landesweit liege die Demokratin um 1,5 Prozentpunkte vor dem Republikaner, berichtete der "Cook Political Report". Für ihre Berechnung hatte die Webseite die offiziellen Auszählungsergebnisse zusammengetragen.

Demnach kam Clinton landesweit auf 64.227.373 Stimmen, während Trump 62.212.752 Stimmen erhielt. Dass Clinton die Wahl am 8. November dennoch verlor, liegt am komplexen US-Wahlsystem. Der Präsident wird nicht direkt von den Wählern bestimmt, sondern von einem Kollegium aus Wahlmännern und -frauen.

Für die Zusammensetzung des Electoral College ist aber nicht das landesweite Ergebnis entscheidend, sondern es sind die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten. In 48 der 50 Staaten gilt dabei das Prinzip, dass der jeweilige Gewinner sämtliche dortigen Wahlleute zugeschlagen bekommt.

Dies kann wie in diesem Jahr zur Folge haben, dass ein Kandidat die Mehrheit im Electoral College erringt, der im landesweiten Ergebnis aber hinten liegt. So wie Clinton war es bereits im Jahr 2000 ihrem Parteifreund Al Gore ergangen. Der Wahlverlierer Gore errang damals landesweit 544.000 Stimmen mehr als der gewählte Präsident George W. Bush.

Quelle: n-tv.de