Politik

Kandidatur für Präsidentschaft Das sind Trumps Rivalen bei den Republikanern

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Ron DeSantis gilt als aussichtsreichster Herausforderer Trumps.

(Foto: REUTERS)

Der frühere US-Präsident Donald Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut antreten. Er beansprucht die Kandidatur der Republikaner für sich. Allerdings muss er sich darauf gefasst machen, dass auch andere Anwärter ihren Hut in den Ring werfen. Es folgen weitere potenzielle Bewerber für das Kandidatenticket, das voraussichtlich im Sommer 2024, also erst wenige Monate vor der Wahl, vergeben wird.

Ron DeSantis

Der 44-Jährige ist einer der klaren Gewinner der Midterms, bei denen vor gut einer Woche neben dem Kongress auch zahlreiche Ämter auf Bundesstaatsebene neu bestimmt wurden. DeSantis wurde mit fast 20 Prozentpunkten Vorsprung als Gouverneur von Florida wiedergewählt. Er gilt derzeit als Trumps aussichtsreichster Kontrahent. Ähnlich wie Trump vertritt er ultrarechte Positionen, ist aber nicht so skandalumwittert. Sein Widerstand gegen Corona-Maßnahmen sowie seine Breitseiten gegen das linke Lager, LGBTQ-Rechte und Einwanderer haben ihm über Floridas Grenzen hinaus bei Konservativen Hochachtung beschert. Viele halten ihn für deutlich mehrheitsfähiger als Trump.

Mike Pence

Der 63-Jährige war Vize-Präsident unter Trump. Er galt als treue Nummer zwei, bis er in den letzten Wochen von Trumps Präsidentschaft bei seinem Chef in Ungnade fiel. Denn Pence widerstand dem Druck Trumps und dessen Anhängern, als diese am 6. Januar 2021 das Kapitol stürmten, um die offizielle Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden zu verhindern. Stattdessen hielt Pence sich an das Gesetz und zertifizierte das Wahlergebnis, das Trump bis heute nicht anerkennt. Gerade bei moderateren Republikanern stieg damit das Ansehen des früheren Gouverneurs von Indiana.

Greg Abbott

Der Gouverneur von Texas zog in die Zwischenwahlen mit der Unterstützung Trumps. Er sicherte sich seine dritte Amtszeit gegen Beto O'Rourke, der zum Feld der demokratischen Hoffnungsträger zählt. Abbott rückte im Laufe seiner zweiten Amtszeit zunehmend nach rechts. Der 65-Jährige unterzeichnete eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze in den USA, zog gegen Corona-Impfungen und Maskenpflicht zu Felde und ließ die Befestigungen entlang der Grenze zu Mexiko ausbauen. Abbott umkreisen beharrlich Kandidatur-Gerüchte. Er hat sich dazu jedoch seit Längerem nicht geäußert.

Liz Cheney

Innerhalb der republikanischen Partei ist die Tochter von Ex-Vizepräsident Dick Cheney eine der prominentesten und entschiedensten Gegnerinnen Trumps. Als Abgeordnete im Repräsentantenhaus spielte sie eine führende Rolle bei der Aufarbeitung des Sturms auf das Kapitol. Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um eine Rückkehr Trumps ins Weiße Haus zu verhindern.

Dem neuen Kongress wird die 56-Jährige nicht angehören, da sie bei den Zwischenwahlen von ihrer Partei nicht erneut aufgestellt wurde. Sie verlor ihre Nominierung als Kandidatin für das Abgeordnetenmandat von Wyoming an eine von Trump unterstützte parteiinterne Herausforderin. Cheney hatte erklärt, keinesfalls Trumps Lüge vom gestohlenen Wahlsieg 2020 mitzutragen. Trotz oder gerade wegen dieses Dämpfers wird sie als potenzielle Bewerberin für die Präsidentschaftskandidatur gehandelt. Sie will ihre Entscheidung bald bekannt geben.

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Nikki Haley

Die 50-Jährige war unter Trump einige Zeit lang Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen. In der Republikanischen Partei gilt die frühere Gouverneurin von South Carolina als aufsteigender Star. Zu Trump hat sie unterschiedliche Positionen vertreten. Mal suchte sie seine Nähe, dann ging sie wieder auf Distanz. Während Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016 kritisierte sie ihn öffentlich, ebenso wie nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol. Später nannte sie ihn wiederum einen Freund, der in der Partei immer noch eine Rolle zu spielen habe. Im Juni kokettierte Haley mit der Idee einer Kandidatur für 2024, "wenn es für mich Platz gibt". Im Oktober sagte sie, sie werde dem Gedanken Anfang kommenden Jahres noch einmal nachgehen.

Quelle: ntv.de, fzö/rts

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