Politik

Solinger drehte Videos für IS Deutscher Islamist wohl von Drohne getötet

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Christian Emde inmitten bewaffneter IS-Kämpfer.

(Foto: RTL)

Der deutsche IS-Anhänger Christian Emde ist offenbar tot. Laut einem Bericht kam er in Syrien bei einem Drohnenangriff ums Leben. Der Solinger erlangte durch ein Interview mit dem Terrorismusexperten Jürgen Todenhöfer bundesweit Bekanntheit.

Der aus Solingen stammende Islamist Christian Emde ist offenbar tot. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde der IS-Anhänger bereits Ende vergangenen Jahres durch einen Drohnenangriff getötet. Drei deutsche Kampfgefährten sollen der Zeitung den Tod des Solingers bestätigt haben. Demnach ereignete sich der offenbar gezielte Drohnenangriff während der Rückzugsgefechte im Osten Syriens, als Emde gerade mit einem Roller durch das Dorf Shafa gefahren sei.

Bekanntheit erlangte Emde durch ein Interview mit dem Terrorismusexperten Jürgen Todenhöfer, der 2014 in den Machtbereich des Islamischen Staates reiste. Im Gespräch mit Todenhöfer drohte der IS-Anhänger Deutschland mit Anschlägen und kündigte eine "baldige Eroberung Europas" durch den Islamischen Staat an. Todenhöfer sagte später über den Extremisten, Emde sei "ein Überzeugungstäter, der glaubt, eine historische Mission zu erfüllen".

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung konnte Emde wegen seines Übergewichts nicht an Kampfhandlungen teilnehmen. Stattdessen soll er in der Propagandaabteilung der Terroristen mitgewirkt haben. Dabei hat er offenbar auch Exekutionsvideos gedreht.

Emde stammt aus dem Umfeld der mittlerweile geschlossenen Millatu Ibrahim Moschee in Solingen. Er war 2011 in London festgenommen worden, nachdem sich in seinem Besitz Bombenbauanleitungen gefunden hatten. Ein britisches Gericht hatte ihn zu 16 Monaten Haft verurteilt und anschließend nach Deutschland abgeschoben. Nach seiner Haftstrafe tauchte er unter und in Syrien als IS-Kämpfer wieder auf.

Quelle: n-tv.de, jpe

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