Politik

Mit Hunderten Menschen an Bord gesunkenGrößte Flüchtlingstragödie: Wrack geborgen

29.06.2016, 13:45 Uhr
1b1c22c80e28550133366ae15136f3e0
Die Marine holte das Boot aus fast 400 Metern Tiefe nach oben. (Foto: AP)

Vor etwas mehr als einem Jahr kentert vor der libyschen Küste ein Boot mit über 700 Flüchtlingen. Nur 28 überleben. Wie viele Menschen tatsächlich starben, konnte nie geklärt werden. Erst jetzt gelingt es, das Wrack zu bergen.

Mehr als ein Jahr nach der bislang vermutlich schlimmsten Flüchtlingstragödie im Mittelmeer hat Italiens Marine das Wrack des im April 2015 gesunkenen Boots geborgen. Es war mit mehr als 700 Menschen an Bord vor der Küste Libyens gekentert. Wie die Marine nun mitteilte, holten Suchmannschaften die Überreste des Schiffs bereits am Montag vom Meeresgrund in fast 400 Metern Tiefe.

Das Wrack soll nun nach Sizilien gebracht und untersucht werden. Dabei werden die menschlichen Überreste in einer kühlbaren Transportvorrichtung aufbewahrt. Die Experten wollen so schnell wie möglich mit der Identifizierung der Toten beginnen.

Nach der Katastrophe vom 18. April 2015 wurden bereits etliche Leichen geborgen, die genaue Zahl der Todesopfer blieb aber unklar. Nur 28 Menschen hatten die Tragödie überlebt.

Einzelheiten der Bergungsoperation sollen bei einer Pressekonferenz an diesem Donnerstag präsentiert werden.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

UnglückeMittelmeerFlüchtlinge