Politik

Nach Krawall in Ankerzentrum Haftbefehle gegen Asylbewerber ausgestellt

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Im Bamberger Ankerzentrum kam es bereits im September zu einem Brand.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Ankerzentrums in Bamberg legen Bewohner erst ein Feuer und gehen anschließend auf Polizisten los. Der Gewaltausbruch hat Folgen. Gegen vier Männer werden nun Haftbefehle ausgestellt.

Nach der Randale im Ankerzentrum Bamberg sind gegen die vier hauptverdächtigen Männer Haftbefehle ergangen. Diese lauten unter anderem auf besonders schwere Brandstiftung und versuchten Totschlag, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Die als Flüchtlinge in dem Ankerzentrum lebenden Männer hatten den Polizeiangaben zufolge Sicherheitsmitarbeiter und Polizeibeamte angegriffen und sie mit Pflastersteinen und anderen Gegenständen beworfen. Dabei erlitt ein Polizist Verletzungen.

Nachdem sich die Männer in ein Gebäude zurückgezogen hatten, sollen sie dann eine Wohnung in Brand gesetzt haben. Mehrere Bewohner erlitten dadurch Verletzungen durch Rauchgase. Die vier Beschuldigten sitzen in unterschiedlichen Untersuchungsgefängnissen.

Anfang August waren in Bayern sieben Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen in sogenannte Ankerzentren umgewandelt worden. In jedem Regierungsbezirk gibt es nun eine solche Einrichtung. Die zentralen Flüchtlingsheime sollen Asylverfahren von Migranten beschleunigen, die voraussichtlich kein Bleiberecht haben.

Die Wohneinrichtung in Bamberg bietet Platz für bis zu 3400 Menschen, momentan wohnen dort nach Angaben der Polizei rund 1250 Asylbewerber. Auch bei anderen großen Flüchtlingszentren in Bayern kam es in der Vergangenheit immer wieder zu einer größeren Zahl von Straftaten. Insbesondere im nordschwäbischen Donauwörth musste die Polizei mehrfach wegen randalierenden Gruppen von Bewohnern ausrücken.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP/dpa

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