Grundlage für "Ruanda-Modell"EU baut Hürden für Abschiebung in Drittstaaten abDie EU-Verhandler sind sich einig: Asylbewerber sollen künftig in Länder abgeschoben werden können, zu denen sie keinerlei Verbindung haben. Damit wäre der Weg für Abkommen mit Drittstaaten frei. 18.12.2025
Mit rechter MehrheitEU-Parlament stimmt für Auslagerung von Asylverfahren in DrittstaatenLaut einer Entscheidung des EU-Parlaments dürfen Mitgliedstaaten Migranten auch in Länder abschieben, zu denen sie keine Verbindung haben. Die Abgeordneten stimmen zudem für eine EU-weit geltende Liste sicherer Herkunftsstaaten. Doch es gibt noch letzte Streitpunkte.17.12.2025
Streit zwischen SPD und UnionSchwarz-Rot muss Migrationspaket aufschiebenBereits 2024 einigen sich die EU-Staaten auf eine restriktivere Migrationspolitik. Bei der Einführung der neuen Regeln in Deutschland gibt es jedoch Streit zwischen SPD und Union. Aus Koalitionskreisen heißt es, die Freiheitsrechte von Migranten in den Asylzentren seien Grund der Differenzen.15.12.2025
80 Cent pro StundeErste Großstadt will Arbeitspflicht für Asylbewerber einführen Was in mehreren Landkreisen im Osten bereits praktiziert wird, kommt nun auch in einer niedersächsischen Großstadt auf den Prüfstand. Asylbewerber sollen gemeinnützige Aufgaben übernehmen. Wer die Arbeit verweigert, könnte sanktioniert werden. 10.12.2025
Einreise abgelehntRegierung hat an gefährdeten Afghanen "kein politisches Interesse"Mehr als 1000 Afghanen warten derzeit in Pakistan auf ihre eigentlich sichere Einreise nach Deutschland. Seit der Machtübernahme der Taliban sind sie in besonderer Gefahr - auch wegen ihrer Arbeit für Deutschland. Doch nun ändert das Innenministerium seine Entscheidung.10.12.2025
"Unendlich viel humaner"Migrationsforscher: Asylverfahren in Drittstaaten wären großer FortschrittGeflüchtete, die in der EU Asyl suchen, sollen, wenn möglich, in Drittstaaten auf ihr Verfahren warten. Darauf haben sich die EU-Innenminister geeinigt. Der Migrationsforscher Knaus hält das für den richtigen Weg. 10.12.2025
Kriminalität und MigrationWo Geflüchtete häufiger Täter, aber auch Opfer werdenDas BKA verzeichnet 2024 weniger tatverdächtige Zuwanderer, auch dank der Cannabis-Teillegalisierung. Doch Mehrfachtäter und Herkunftsunterschiede prägen das Bild. Gleichzeitig werden Geflüchtete immer häufiger selbst Opfer von Straftaten.08.12.2025Von Hedviga Nyarsik
Neue Pflichten und KürzungenEU-Staaten einigen sich auf Verschärfung der AsylpolitikDie EU-Staaten wollen den Druck auf abgelehnte Asylbewerber erhöhen und Abschiebungen effizienter abwickeln. Die konkreten Maßnahmen, mit denen das umgesetzt werden soll, haben die EU-Innenminister in Brüssel beschlossen. Kritiker zweifeln an der Rechtmäßigkeit. 08.12.2025
Lage laut Städtetag "angespannt"Sind deutsche Kommunen mit ukrainischen Flüchtlingen überfordert?Die Zahl der nach Deutschland flüchtenden Ukrainer steigt wieder. Für Kreise und Kommunen ist das eine Herausforderung. Allerdings ist ihr größtes Problem derzeit nicht die Menge der Flüchtlinge, sondern eine Gesetzesänderung.30.11.2025Von Lea Verstl (Text) und Laura Stresing (Grafik)
Nach britischem VorbildIrland verschärft MigrationspolitikHärtere Regeln für Migranten in Großbritannien sorgen für vermehrten Zuzug nach Irland. Das Land verweist auf Zahlen, die sieben Mal so hoch sind wie der EU-Schnitt. Nun plant die Regierung in Dublin ebenfalls eine Verschärfung. 27.11.2025