Politik

Nach Spende an AfD JU-Chef Kuban legt Mitsch Parteiaustritt nahe

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Die AfD-Spende von Mitsch sorgt für heftige Kritik.

(Foto: imago images/vmd-images)

Im Jahr 2016 spendet der Chef der Werteunion, Alexander Mitsch, zweimal Geld an die AfD. Mehrere CDU-Politiker kritisieren das heftig. JU-Chef Tilman Kuban legt Mitsch in einem RTL-Interview sogar nahe, sein Parteibuch abzugeben.

Junge Union-Chef Tilman Kuban hat sich von der konservativen Werteunion distanziert und deren Chef Alexander Mitsch wegen einer Spende an die AfD den Parteiaustritt nahegelegt. Das erklärte er in der Sendung "Guten Morgen Deutschland" bei RTL. "Konservative haben immer einen Platz innerhalb der Union. Die Frage ist, ob es dafür eine andere Gruppierung, eine Flügelgruppe wie die Werteunion braucht. Ich persönlich war sehr erschrocken über die Ereignisse von gestern, dass Herr Mitsch Spenden an die AfD abgeliefert hat", kritisiert er.

"Wer jetzt noch Herrn Mitsch in seiner Person deckt oder in irgendeiner Weise unterstützt, macht sich auch gemein mit der AfD. Und das ist eine Unterstützung, wo Werte der Union gemimt werden, aber am Ende Geld gespendet wird an die Höcke-AfD. Das kann ich nicht unterstützen", erklärt er bei RTL weiter. Kuban denkt laut über einen möglichen Parteiaustritt von Mitsch nach: "Dieses Verhalten kann man nicht tolerieren und von daher muss sich Herr Mitsch fragen, ob er seinen Platz noch in der CDU hat."

Zwei Spenden an die AfD

Neben dem JU-Chef hatte sich unter anderem auch CDU-Bundesvorstandsmitglied Elmar Brok kritisch über das Verhalten des Werteunion-Chefs geäußert. Gestern war bekannt geworden, dass Mitsch der Alternative für Deutschland im Jahr 2016 mehrfach Geld gespendet hatte. "Während der Griechenland-Krise habe ich der AfD zweimal gespendet - 20 Euro und 100 Euro - und sogar mit dem Gedanken gespielt, ihr beizutreten", sagte Mitsch dem ARD-Magazin "Monitor".

Der Betrag von 100 Euro floss dem "Monitor"-Bericht zufolge im Dezember 2016. Mitsch änderte seine Meinung nach eigenen Angaben nach "Begegnungen mit und Äußerungen von AfDlern". Diese seien für ihn so "abschreckend" gewesen, "dass ich mich entschlossen habe, durch die Gründung der Werteunion klare Kante gegen den immer mehr an Einfluss gewinnenden Rechtsradikalismus in der AfD zu zeigen".

Quelle: ntv.de, sgu/AFP