Politik

"Ich will Kanzler werden" Laschet bleibt nach der Wahl in Berlin

Die Verschiebung des Parteitags der nordrhein-westfälischen CDU hat Berichte ausgelöst, nach denen Kanzlerkandidat Laschet im Fall einer Niederlage in NRW bleiben könnte. In einem Interview dementiert er dies mit einem klaren Nein.

CDU-Chef Armin Laschet hat Berichte zurückgewiesen, er wolle nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren, sollte er nach der Bundestagswahl nicht Kanzler werden. "Klares Nein", sagte Laschet auf die Frage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", ob er im Fall einer Niederlage für sich ein Rückfahrticket nach Düsseldorf beanspruche, um weiter als NRW-Ministerpräsident regieren zu können.

"Für mich ist klar: Mein Platz ist nach der Bundestagswahl in Berlin", sagte Laschet der FAZ. "Ich will Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden und werde mit aller Kraft dafür kämpfen, dass die Union die Wahl gewinnt."

Die Frage, ob er im Fall einer Nichtwahl Oppositionsführer im Bundestag werden wolle, beantwortete Laschet so: "Ich trete an, um die Wahl zu gewinnen. Wer was wann wie wird, entscheiden Partei und Fraktion nach dem Votum der Wählerinnen und Wähler."

Eigentlich hätte im Juni ein Parteitag der nordrhein-westfälischen CDU stattfinden sollen, um darüber zu entscheiden, wer sein Nachfolger im Amt des Landesparteichefs wird. Favorit für den Posten ist Landesverkehrsminister Hendrik Wüst. Der 45-Jährige gilt auch als möglicher Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten, das nun voraussichtlich nach der Bundestagswahl zu vergeben sein wird. Geklärt ist das aber noch nicht. Laschet sagte der FAZ dazu, es gebe "aus der Mitte der Partei mehrere qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten, die bereit sind, für den Landesvorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten anzutreten".

Die Berichte über Laschets angeblichen Versuch, im Fall einer Niederlage in NRW zu bleiben, waren an einer Verschiebung des Landesparteitags festgemacht worden. Das Treffen soll auf den Oktober verlegt werden. Offiziell wurde das laut "Spiegel" damit begründet, dass der Parteitag dann in Präsenz stattfinden könne. Laut FAZ wird in der CDU darauf hingewiesen, dass es nach dem Streit zwischen Laschet und CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur nicht auch noch auf Landesebene zu einem Kampf auf offener Bühne kommen dürfe.

Quelle: ntv.de, hvo

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