Politik

Glückwünsche zum Amtsantritt Merkel freut sich auf "neues Kapitel"

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Viele Staats- und Regierungschef hoffen eine eine neue Annäherung zu den USA unter Biden.

(Foto: REUTERS)

Es ist gute Sitte, einem neuen Staats- oder Regierungchef zum Amtsantritt zu gratulieren. Im Falle Biden klingt vielfach Erleichterung mit, die Trump-Zeit überstanden zu haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat US-Präsidenten Joe Biden und seiner Vizin Kamala Harria gratuliert. Die feierliche Amtseinführung bezeichnet sie als "eine Feier der amerikanischen Demokratie", zitierte sie Regierungssprecher Steffen Seibert. "Ich freue mich auf ein neues Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit."

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte schrieb bei Twitter: "Ich wünsche Präsident Joe Biden und Vize-Präsidentin Kamala Harris gute Arbeit." Es sei "ein großer Tag für die Demokratie, der über die Grenzen Amerikas hinausgeht". Zugleich bekräftigte er, mit den USA in Zukunft zusammenarbeiten zu wollen. Italien stehe bereit, um den Herausforderungen der gemeinsamen internationalen Agenda mit den Vereinigten Staaten zu begegnen.

Österreichs Staatsspitze verwies auf die vielen die gemeinsamen Werte, die Europa und die USA teilten. Gemeinsam wolle man globale Herausforderungen wie die Bewältigung der Corona-Pandemie oder den Klimawandel in Angriff zu nehmen, twitterte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Bundespräsident Alexander Van der Bellen freute sich, dass mit der neuen Regierung in den USA erneut ein gemeinsames Kapitel im Kampf gegen die Klimakrise aufgeschlagen werde. "Wir werden die großen Herausforderungen unserer Zeit, von COVID-19 über Klimakrise bis zum Neustart der Wirtschaft nur durch internationale Zusammenarbeit meistern." Es sei schön, dass die USA nun wieder an Bord seien.

Der britische Premierminister Boris Johnson sprach in seinem Glückwunstweet von einer "historischen Amtseinführung". Die Führung der Vereinigten Staaten sei "unverzichtbar in Fragen, die uns alle etwas angehen, vom Klimawandel bis zu Covid", schrieb Johnson. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Biden.

 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sandte derweil eine Videobotschaft. Er freue sich darauf, mit Biden zusammenzuarbeiten, "um das Bündnis zwischen den USA und Israel zu stärken, den Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt weiter auszubauen und sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen, vor allem der Bedrohung durch den Iran". Netanjahu galt als einer der engsten Verbündeten von Bidens Amtsvorgänger Donald Trump. Biden ist als Kritiker der israelischen Siedlungspolitik bekannt, die Trumps Regierung zuletzt unterstützt hatte. Außerdem hat Israel die Sorge, Biden könnte anders als sein Vorgänger gegenüber Teheran eine Art Beschwichtigungspolitik führen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau twitterte, dass beide Länder "eine der ungewöhnlichsten Beziehungen auf der Welt" genießen. Man sei "mehr als Nachbarn - wir sind enge Freunde, Partner und Verbündete". Trudeau sagte weiter, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris - "beim Streben danach, unsere Länder sicherer, wohlhabender und widerstandsfähiger zu machen". Die Beziehung zwischen den beiden Ländern galt unter Bidens republikanischem Vorgänger Donald Trump als angespannt.

Papst Franziskus betet unterdessen dafür, dass Gott Bidens Versuch zur Versöhnung in den USA und der Welt leitet, wie der Vatikan mitteilt. Dies habe der Papst dem gläubigen Katholiken Biden gesagt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP

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