Politik
"Dies ist die höchste Zahl seit einem Jahrzehnt", sagt IDMC-Chefin Alexandra Bilak.
"Dies ist die höchste Zahl seit einem Jahrzehnt", sagt IDMC-Chefin Alexandra Bilak.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 16. Mai 2018

Krieg und Katastrophen: Millionen im eigenen Land auf der Flucht

Aufgrund von Gewalt und Naturkatastrophen mussten im vergangenen Jahr fast 31 Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer fliehen. Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich seit 2016 verdoppelt.

Gewalt und Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr fast 31 Millionen Menschen innerhalb ihres eigenen Landes in die Flucht getrieben. Allein 11,8 Millionen Menschen, und damit fast doppelt so viele wie 2016, seien aufgrund von bewaffneten Konflikten zu Binnenflüchtlingen geworden. Dies geht aus einem Bericht des Beobachtungszentrums für Binnenvertriebene (IDMC) und des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC) hervor.

"Dies ist die höchste Zahl seit einem Jahrzehnt", sagte IDMC-Chefin Alexandra Bilak. NRC-Generalsekretär Jan Egeland nannte die Statistik "niederschmetternd". Dem Bericht zufolge wurden die meisten Menschen in Syrien, der Demokratischen Republik Kongo und im Irak vertrieben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen kam demnach aus diesen drei Ländern. Insgesamt habe sich die Zahl der Binnenflüchtlinge weltweit auf fast 40 Millionen erhöht.

Knapp 19 Millionen Menschen verloren laut der Studie im vergangenen Jahr durch Naturkatastrophen ihr Zuhause, die meisten von ihnen in China, auf den Philippinen, Kuba und in den USA. Alleine durch die drei Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" wurden den Angaben zufolge drei Millionen Menschen zeitweilig aus ihren Häusern vertrieben.

Quelle: n-tv.de