Politik

Bundeswehr ändert Ausbildung Soldaten sollen fitter werden

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Bei den jungen Rekruten steht jetzt mehr Sport auf dem Ausbildunsgplan.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Defekte Jets, Lieferprobleme - kaum eine Panne, die die Bundeswehr auslässt. Hinzu kommen immer mehr Soldaten, die körperlich nicht belastbar sind. Sogar einen Todesfall gab es aufgrund mangelnder Fitness. Das muss sich ändern, findet die Truppenspitze.

Die Bundeswehr will mehr Sport in die Grundausbildung einbauen. Der Grund: Viele Rekruten sind nicht athletisch genug und dadurch nicht belastbar. Trauriger Höhepunkt dieses Missstandes: Der Tod eines Offiziersanwärters bei einem Marsch im niedersächsischen Munster im Juli 2017. Mit einer Erhöhung des Sportanteils um fast 60 Prozent werde der Schwerpunkt nun auf die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit gelegt.

Zunächst startet ein Pilotprojekt in der Ernst-Moritz-Arndt Kaserne in Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern. "Immer häufiger erfüllen Rekruten die körperlichen Anforderungen, die der Dienst an sie stellt, nicht beziehungsweise nur unzureichend", teilt der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer mit.

Nach dem Tod eines Offiziersanwärters vergangenen Sommer hatte die Bundeswehr eine Überprüfung der Ausbildung angekündigt. Im Januar war zudem ein Rekrut bei einem Geländelauf im baden-württembergischen Pfullendorf bewusstlos zusammengebrochen, mehrere weitere Rekruten mussten das Training abbrechen.

Die Bundeswehr hat mit vielen Problem zu kämpfen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Truppen modernisieren und forderte dafür von Finanzminister Olaf Scholz rund 22 Milliarden Euro Etat bis 2021. Aktuell stehen dem Wehretat aber nur 2,5 Milliarden Euro für diesen Zeitraum zur Verfügung.

Quelle: ntv.de, swi/dpa