Politik

Ermittler prüfen Zusammenhang Spur bei Angriff auf TV-Team führt zu KenFM

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Bei dem Angriff in Berlin wurden sechs Menschen verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hinweise, dass es sich bei dem Angriff auf das Fernsehteam bei einer Demo in Berlin um eine gezielte Aktion handelte, verdichten sich. Die Information über die Dreharbeiten sollen einem Medienbericht zufolge einen Tag zuvor bei einer Produktion von Jebsens Firma KenFM geleakt worden sein.

Bei dem Angriff auf ein Kamerateam der "Heute-Show" soll eine Verbindung zu Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen bestehen. Das berichtet der "Spiegel". Die TV-Crew gehört demnach zur Produktionsfirma TV United, die ihr Studio unter anderem an Jebsen vermietet. Einen Tag vor dem Angriff in Berlin sei dort eine Talkshow mit Jebsen aufgezeichnet worden, in der auf die "Heute-Show"-Dreharbeiten hingewiesen wurde. Eine Indiskretion in den Reihen der Produktionsfirma habe dazu geführt, dass das KenFM-Team über die ZDF-Dreharbeiten informiert wurde.

Bei dem Angriff nach einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen wurden sechs Personen des TV-Teams von einer Gruppe Vermummter verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei geht von Tätern aus der linken Szene aus.

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Die Firma KenFM würde bereits seit Jahren Sendungen im Studio am Berliner Wikingerufer aufzeichnen. Jebsen sei nur einer von vielen Kunden, sagte TV-United-Geschäftsführer Harald Ortmann dem Magazin. Die Ermittler würden nun auch der Frage nachgehen, ob es die mutmaßlich linksradikalen Angreifer gezielt auf das Kamerateam abgesehen hätten, weil die Produktionsfirma mit Jebsen zusammenarbeitet.

Der einst nach Antisemitismusvorwürfen vom RBB entlassene Journalist Jebsen folgt der Verschwörungstheorie, der zufolge US-Milliardär Bill Gates die Weltgesundheitsorganisation "gekauft" hat und dadurch maßgeblich die Gesundheitsmaßnahmen weltweit bestimmt. Gates denke darüber nach, Menschen im Rahmen von Impfungen gezielt zu sterilisieren. Faktenchecker haben viele der Aussagen in Jebsens dazu veröffentlichtem Videobeitrag, der bislang mehrere Millionen Mal angeklickt wurde, bereits komplett oder teilweise widerlegt.

Quelle: ntv.de, mba

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