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Wegen Urananreicherung USA streichen Iran-Ausnahmen

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"Die richtige Menge an Urananreicherung für den weltgrößten staatlichen Unterstützer des Terrors ist Null. Es gibt keinen legitimen Grund für den Iran, die Anreicherung an diesem zuvor geheimen Ort wieder aufzunehmen.", sagt US-Außenminister Pompeo.

(Foto: REUTERS)

Der Iran reichert wieder Uran an. Die UN-Atomaufsicht bestätigt das. Die USA reagieren und verschärfen ihre Sanktionen gegen Teheran, indem sie bisher gültige Ausnahmeregelungen streichen. US-Außenminister Pompeo findet klare Worte.

Die USA reagieren mit der Rücknahme der Ausnahmegenehmigungen für ausländische Firmen auf die Wiederaufnahme der Urananreicherung im Iran. Entsprechende Genehmigungen ermöglichen es Russland und europäischen Staaten bislang trotz der US-Sanktionen, bei bestimmten Projekten an den iranischen Atomanlagen Fordo, Arak und Buschehr mit dem Iran zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, den zivilen Charakter der Aktivitäten dort sicherzustellen.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte, dass die Ausnahmeregelungen am 15. Dezember enden werden. "Die richtige Menge an Urananreicherung für den weltgrößten staatlichen Unterstützer des Terrors ist Null. Es gibt keinen legitimen Grund für den Iran, die Anreicherung an diesem zuvor geheimen Ort wieder aufzunehmen", sagte Pompeo.

Der Iran selbst gab diesen Monat zu, erneut im unterirdischen Atomkraftwerk Fardow mit der Urananreicherung begonnen zu haben. Die UN-Atomaufsicht bestätigte dies. Bis zu seiner Entdeckung durch die UN-Atomaufsicht im Jahr 2009 verheimlichte die Regierung in Teheran den Standort.

Das Atomwaffenabkommen von 2015 verpflichtet den Iran, sein Anreicherungsprogramm im Gegenzug für die Aufhebung internationaler Sanktionen einzuschränken. Seit dem Ausstieg der USA aus dem Pakt im vergangenen Jahr distanziert sich der Iran zunehmend von dem Abkommen.

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Quelle: n-tv.de, bad/rts

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