Politik

Mehr Geld für die Betreuung Verbände fordern massive Investition in Kitas

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Die Arbeit als Erzieherin besteht nicht nur aus spielen, sie ist oft hart. Und oft ist die Zahl der Kinder, die eine Erzieherin zu betreuen hat, enorm.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Eigentlich will die Politik den Kitaausbau vorantreiben, doch in den bereits bestehenden Kitas sind die Probleme enorm. Daher fordern Verbände von der künftigen Bundesregierung massive Investitionen in Personal, Ausbildung und Gebäude. Ein bestehendes Gesetz würde dagegen kaum Wirkung entfalten.

Die Verbände der Kita-Fachkräfte in Deutschland fordern, dass Bund und Länder nach der Bundestagswahl massiv mehr Geld in die Betreuung von kleineren Kindern stecken. Schon jetzt fehlten für ein kindgerechtes Bildungsangebot in Kitas etwa 100.000 Fachkräfte, warnten sie in einem Positionspapier mit zwölf Forderungen. "Viele Kinder auf zu engem Raum ist leider überwiegend die traurige Realität in Kitas", heißt es darin.

Oft müssten Erzieherinnen tage- und zum Teil wochenlang allein Kindergruppen von 15 und mehr Kinder betreuen, was physisch und psychisch sehr belastend sei sowie auch haftungsrechtlich problematisch. "Im Ergebnis führt das unter anderem zu einem hohen Krankenstand, einer hohen Fluktuation, der Reduzierung der Arbeitszeit oder eben auch in letzter Konsequenz zur Kündigung."

Kindererziehung ist schlecht bezahlt

Ein weiterer Grund für die schwierige Situation sind nach Einschätzung der Verbände auch die bescheidenen Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. "Trotz der Anpassung der Gehälter von pädagogischen Fachkräften liegen die Gehälter weiterhin 15 bis 20 Prozent unter dem Durchschnitt der bundesdeutschen Verdienste", heißt es weiter. "Für die später zu erwartende Rente bedeutet dies, dass selbst nach 40 Jahren Vollzeitbeschäftigung Altersarmut droht."

Die Situation werde noch dadurch verschärft, dass zwar der Kitaausbau politisch forciert werde, die Ausbildung und Qualifizierung der Fachkräfte aber hinterherhinke. Auch mit dem aktuell beschlossenen Gesetz zur Förderung der Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern würden zwar Milliarden Euro für Investitionen bereitgestellt, "die Förderung einer begleitenden Fachkräfteoffensive ist aber nicht vorgesehen", beklagten sie.

Die Verbände kritisierten auch, dass das sogenannte Gute-Kita-Gesetz der Bundesregierung kaum Wirkung entfalte, da die Länder die 5,5 Milliarden Euro Bundesmittel überwiegend für eine Beitragsentlastung der Eltern verwendeten, aber die Qualität des Bildungsangebotes nur punktuell gefördert worden sei. Nötig sei eine "Investitionsoffensive" in Neubauten und Sanierungen. Ferner müssten der Neu- und Ausbau von Kindertagesstätten vorrangig bei der Stadtplanung berücksichtigt werden - auch mit ausreichenden Außenflächen.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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