Politik

Kreml trauert um "wahren Helden" Weiterer russischer General in der Ukraine getötet

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Das von der ukrainischen Armee auf Twitter geteilte Bild zeigt Frolows Grab in St. Petersburg.

(Foto: Twitter / @ArmedForcesUkr)

Im Krieg gegen die Ukraine verliert Moskau einen weiteren Top-Offizier. Russland bestätigt den Tod des Generalmajors Frolow, in St. Petersburg wird er mit militärischen Ehren beigesetzt. Nach Kiews Angaben ist es bereits der achte russische General, der in der Ukraine getötet wurde.

Bei den Kämpfen in der Ukraine ist ein weiterer russischer General ums Leben gekommen. Generalmajor Wladimir Frolow, stellvertretender Befehlshaber der 8. Armee, wurde am Samstag in Sankt Petersburg mit militärischen Ehren beigesetzt, wie russische Staatsmedien berichteten. An der Trauerzeremonie nahm unter anderem der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglov, teil.

Beglov bezeichnete Frolow als einen "wahren Helden". Der General sei "eines tapferen Todes im Kampf mit ukrainischen Nationalisten" gestorben. "Er hat sein Leben geopfert, damit Kinder, Frauen und ältere Menschen im Donbass keine Bombenexplosionen mehr hören", sagte der Gouverneur laut einem Bericht der kremlnahen Zeitung "Komsomolskaja Prawda".

Unter welchen Umständen Frolow ums Leben kam, wurde nicht bekannt. Berichten zufolge war es die erste Beerdigung eines solch hochrangigen Militärs in St. Petersburg seit dem Beginn des Krieges am 24. Februar.

"Auf die richtige Art und Weise nach Hause zurückgekehrt"

Vor dem Einmarsch in die Ukraine war die 8. Armee in der Oblast Rostow im Süden Russlands stationiert. Der Kommandeur der Armee, Generalleutnant Andrej Mordwitschew, war nach ukrainischen Angaben am 18. März bei einem Luftangriff auf den Flugplatz Tschornobajiwka unweit der besetzten Stadt Cherson getötet worden. Russland bestätigte seinen Tod nicht. Ende März zeigte das russische Staatsfernsehen Bilder, auf denen angeblich zu sehen war, wie der Machthaber Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow, in Mariupol mit Mordwitschew zusammentraf. Bei den Aufnahmen handelt es sich nach Angaben des Verifizierungsteams von ntv/RTL um Mordwitschew, der Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht verifizieren.

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Die Regierung in Kiew äußerte sich bislang nicht zum Tod Frolows. Die ukrainischen Streitkräfte teilten auf Twitter ein Foto des Grabes von Frolow und schrieben dazu: "Ein weiterer Okkupant ist auf die richtige Art und Weise nach Hause zurückgekehrt".

Ukrainische Medien berichten von nun insgesamt acht russischen Generälen, die seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine getötet wurden. Russland bestätigte bislang nur den Tod des stellvertretenden Kommandeurs der 41. Armee, Andrei Suchowetzki. Wie auch im Fall Frolow gab es zum Ort und den Umständen seines Todes keine offiziellen Angaben.

Quelle: ntv.de, uzh

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