Sport

Savchenko/Massot ohne Zukunft Das Traumpaar tanzt nicht noch einmal

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So schön, so elegant, so erfolgreich.

(Foto: REUTERS)

Aljona Savchenko hatte bis zuletzt auf Bruno Massot gehofft. Drei Jahre nach Olympia-Gold im Paarlauf ist der Traum von einer Titelverteidigung nun aber geplatz. Die Winterspiele von Peking finden ohne das deutsche Ausnahme-Paar statt.

Aus und vorbei: Das Comeback der Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot bei den Winterspielen in Peking 2022 ist endgültig vom Eis. "Bruno und ich haben entschieden, nicht in den Wettkampf zurückzukehren", teilte die 37 Jahre alte Savchenko schweren Herzens auf Instagram mit, "das war eine extrem schwierige Entscheidung, und ich kämpfe immer noch damit."

Der Entschluss hatte sich spätestens am Donnerstag vergangener Woche abgezeichnet. Der 32-jährige Massot kündigte an, mit seiner Familie aus der Schweiz in seine Geburtsstadt Caen in der Normandie zurückzukehren. Dort soll er für den französischen Eislaufverband als Coach ein Paarlauf-Trainingszentrum aufbauen.

Der gebürtige Franzose, der im November 2017 und damit rechtzeitig vor Pyeongchang in Deutschland eingebürgert worden war, hatte andere Pläne als seine Partnerin. Geahnt hatte Savchenko das Ende ihrer Träume von der sechsten Olympia-Teilnahme schon länger. Erst im vergangenen März erklärte die sechsmalige Weltmeisterin fast schon verzweifelt: "Allein laufen kann ich ja nicht, und mit einem anderen Partner wäre es Quatsch." Ein etwaiger Massot-Ersatz hätte im Hinblick auf Peking nicht nur auf dessen Level laufen, sondern auch einen deutschen Pass besitzen müssen.

Die gebürtige Ukrainerin Savchenko, die im Allgäu lebt, kann sich nun ganz auf ihre Familie konzentrieren. Auch, wenn sie sich das noch nicht so vorgestellt hatte. Savchenko hatte noch die Gier auf den Wettbewerb, die unbändige Lust am Sport. "Ich liebe das Adrenalin im Wettbewerb", sagte sie, "ich liebe es, mich im täglichen Training anzutreiben und über meine Grenzen zu gehen."

Vom Fehlstart zu Olympiasieg und WM-Gold

Und sie liebte die Reaktionen des Publikums. Wenn die nur 1,53 Meter große Savchenko ausdrucksstark über das Eis glitt, schauten ihr die Fans fasziniert zu. Savchenko wusste das, Savchenko brauchte das. Doch das ist Vergangenheit. "Ich habe wirklich gehofft, meine Karriere fortzusetzen, aber unglücklicherweise fehlt ein Teil des Teams", schrieb sie.

Dem Eiskunstlauf generell, aber vor allem der Deutschen Eislauf-Union (DEU) geht damit eine Attraktion verloren. Sportlicher Höhepunkt des Paares war der Triumph 2018 in Pyeongchang. Begonnen hatte die Mission Gold zunächst mit einem Fehlstart und Rang vier nach dem Kurzprogramm. Massot war den Salchow nur zweifach statt dreifach gesprungen. Punktabzüge, Gold schien bereits unerreichbar.

Doch in der Kür lief das Paar zur Höchstform auf. Mit der Weltrekordpunktzahl 159,31 fingen Savchenko/Massot die führenden Chinesen Sui Wenjing/Han Cong noch ab und triumphierten mit einem halben Punkt Vorsprung. Im Monat danach gewannen Savchenko/Massot auch bei der WM in Mailand Gold. Das Paar lief seit 2014 gemeinsam für Deutschland, bleiben wird für immer die Erinnerung an jenen 15. Februar 2018.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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