Ärger bei Korpatsch-MatchDeutschem Profi gelingt hitzige French-Open-Überraschung

Großer Erfolg für Tamara Korpatsch: Bei den French Open erreicht die Deutsche erstmals die dritte Runde bei einem Grand-Slam-Turnier. Korpatsch besiegt überraschend Wang Yinyu. Die Chinesin ist am Ende schwer entnervt.
Plötzlich stand die Gegnerin auf der Seite von Tamara Korpatsch und diskutierte - doch die Hamburgerin blieb cool: Nach einem 6:2, 2:6, 6:3-Erfolg in einem phasenweise hitzigen Duell mit der chinesischen Weltranglisten-34. Wang Xinyu steht die 31-Jährige erstmals in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers.
Viele enge Entscheidungen waren im ersten Satz zugunsten von Korpatsch ausgefallen, was ihre angeschlagen wirkende Kontrahentin zunehmend wurmte. Beim Stand von 5:2 für Korpatsch verlor Wang dann ein Stück weit die Nerven und kontrollierte einen Abdruck auf der Spielhälfte der Deutschen - was nicht erlaubt ist und ihr prompt eine Verwarnung einbrachte. Nach dem Match gab es keinen Handshake zwischen beiden Spielerinnen.
Wang, die sich in drei Sätzen unglaubliche 65 unerzwungene Fehler leistete, habe einen "ganz, ganz schlechten Tag" erwischt, sagte Eurosport-Expertin Barabara Rittner über die Vorstellung der Chinesin. "Einfach völlig daneben"
Auch Struff gelang Überraschung
Korpatsch, die auf Platz 7 der Anlage von Roland Garros erneut mit einer Sonnenbrille spielte, hatte zuvor die vielen Fehler ihrer favorisierten Kontrahentin konsequent genutzt. Sie ließ sich auch von Wangs Manövern nicht aus dem Rhythmus bringen, sicherte sich den ersten Satz und blieb auch danach dran. In der dritten Runde trifft Korpatsch auf die Ukrainerin Elina Svitolina.
In Eva Lys will eine weitere Hoffnungsträgerin im Fraueneinzel am Abend folgen, die 24-Jährige trifft auf die erfahrene Rumänin Sorana Cirstea. In der ersten Runde waren bereits Laura Siegemund, Tatjana Maria und Ella Seidel ausgeschieden.
Bei den Männern stehen mit Alexander Zverev und überraschend auch Jan-Lennard Struff, der den an Position 9 gesetzten Kasachen Alexander Bublik besiegt hatte, zwei deutsche Profis in der zweiten Runde. Daniel Altmaier hat dagegen eine Sensation in der ersten Runde dramatisch verpasst: Der Allgäuer hatte den Weltranglisten-Sechsten Felix Auger-Aliassime am Rande einer Niederlage, verlor nach über vier Stunden aber schließlich mit 7:10 im Champins-Tiebreak des fünften Satzes.