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Spätes Geständnis in der SchweizEishockey-Trainer fälschte Corona-Impfnachweis für Olympia

14.04.2026, 08:43 Uhr
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Patrick Fischer reiste in China, sein Impfnachweis aber war ungültig. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Er wollte sich nicht impfen lassen: Der Schweizer Eishockey-Trainer Patrick Fischer reist 2022 mit einem gefälschten Corona-Zertifikat zu Olympia und gesteht jetzt alles. Sein Verband reagiert vor der Heim-WM nachsichtig.

Einen Monat vor der Heim-WM hat der Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer mit einem späten Geständnis Aufsehen erregt. Der 50-Jährige gab zu, dass er 2022 mit einem gefälschten Corona-Zertifikat zu den Olympischen Spielen nach Peking gereist war.

"Vor den Olympischen Winterspielen in Peking bin ich unter Verwendung eines nicht gültigen Covid-Impf-Zertifikats nach China eingereist. Die Swiss Ice Hockey Federation, Swiss Olympic sowie mein Umfeld hatten davon keine Kenntnis", sagte Fischer in einer Mitteilung des Schweizer Eishockey-Verbandes. Er habe sich in einer außergewöhnlichen persönlichen Notlage befunden, da er sich nicht impfen lassen wollte. "Ich erkenne, dass ich in dieser Angelegenheit einen schweren Fehler gemacht habe. Ich stehe dafür gerade und übernehme die volle Verantwortung."

Fischer ist seit Sommer 2016 Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft. 2018, 2024 und 2025 führte er das Team jeweils zu WM-Silber. 2025 wurde er als Schweizer Trainer des Jahres ausgezeichnet. Im Mai bestreitet er bei der Heim-WM in Zürich und Freiburg seine letzten Titelkämpfe als Nationalcoach. Die WM findet vom 15. bis 31. Mai statt. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft trifft am 18. Mai in Zürich im Gruppenspiel auf die Schweiz.

Laut Mitteilung des Verbandes sei Fischer dafür im Jahr 2023 als Privatperson verurteilt worden und habe die daraus resultierenden Konsequenzen vollumfänglich getragen. Die Swiss Ice Hockey Federation sieht von Konsequenzen für Fischer ab. "Wir als Verband haben dies zur Kenntnis genommen und finden es anerkennenswert, dass Patrick Fischer diesen Schritt an die Öffentlichkeit geht und seinen Fehler klar einräumt. Für uns ist die Angelegenheit damit abgeschlossen", sagte Verbandspräsident Urs Kessler.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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