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Deutscher Doppelsieg auf Hawaii Frodeno und Haug triumphieren bei Ironman

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Jan Frodeno weiß, wie man den Ironman auf Hawaii gewinnt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Ironman auf Hawaii bleibt fest in deutscher Hand: Im Mekka des Triathlon-Wettbewerbs schwimmt, radelt und läuft Jan Frodeno so schnell ins Ziel wie noch kein Athlet vor ihm. Bei den Frauen gelingt Anne Haug der erste deutsche Hawaii-Triumph überhaupt.

Jan Frodeno stürmte ungefährdet zum Rekordsieg, eine knappe Stunde später krönte Anne Haug den erfolgreichsten Tag der deutschen Ironman-Geschichte: Nach dem dramatischen Aus mit Schwindelanfall von Patrick Lange sorgt das Duo mit famosen Vorstellungen für den ersten schwarz-rot-goldenen Doppelschlag auf Hawaii. Während Top-Favorit Frodeno dabei als erster Deutscher zum dritten Mal das wichtigste Rennen der Szene gewann, war Haug die erste deutsche Siegerin überhaupt. Dazu schaffte es Sebastian Kienle bei den Männern auf Platz drei, Laura Philipp wurde bei den Frauen bei ihrer Hawaii-Premiere Vierte.

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Frodeno, der bereits 2015 und 2016 triumphiert hatte, bewältigte die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in 7:51:13 Stunden - so schnell wie kein Mensch vor ihm. "Rekorde sind mir egal. Ich habe hier gewonnen, im Wimbledon unseres Sports. Das ist ein großartiges Gefühl", sagte Frodeno im  Zielbereich. "Die letzten Meter haben mir nochmal einiges abgefordert. Aber die Fans haben mich ins Ziel geschrien."

Während er mit Kienle auf dem Podium anstieß, beeindruckte die gerade mal 1,64 Meter große Haug mit einer furiosen Aufholjagd. Bei ihrem zweiten Hawaii-Start lag die 36-Jährige zu Beginn des Marathons mehr als acht Minuten hinter der Britin Lucy Charles-Barclay. Nach 8:40:10 Stunden überquerte Haug die Ziellinie. Vor einem Jahr hatte es die 36-Jährige bereits auf den dritten Platz geschafft. "Das ist fantastisch, ich kann es selbst kaum glauben", sagte Haug.

Drama um Lange

Ob bei den Frauen damit eine ähnliche Siegesserie beginnt wie bei den Männern? Seit 2014 haben nur Deutsche auf Hawaii gewonnen. Kienle hatte die Serie gestartet, danach triumphierten Frodeno und Patrick Lange jeweils zweimal. Wegen Fiebers musste Titelverteidiger Lange, dessen Streckenrekord Frodeno um 1:26 Minuten unterbot, in diesem Jahr aber vorzeitig aufgeben.

Dem 33-Jährigen, der während der Saison zahlreiche sportliche und in der Woche vor dem WM-Rennen auch noch private Rückschläge verdauen musste, wurde nach einem Drittel der Raddistanz schwindelig. Er stellte sein Rad am Streckenrand ab, "weil es zu gefährlich ist, wenn man für ein, zwei Sekunden einen Blackout hat", sagte sein Manager Jan Sibbersen in der ARD.

"Zu gefährlich"

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Anna Haug bejubelt ...

(Foto: picture alliance/dpa)

Das war umso ärgerlicher, weil er ebenso wie Frodeno um 6.25 Uhr einen hervorragenden Start in den Tag erwischt hatte. Bei hohen Wellen war der starke Schwimmer Frodeno wie erwartet von Beginn an ganz vorne dabei, überraschend blieb aber auch der schwächer eingeschätzte Lange an der schnellsten Gruppe dran. Einzig Kienle fiel weit zurück: Während seine beiden Landsmänner nur wenige Sekunden hinter der Spitze auf das Rad stiegen, hatte der Ex-Champion 4:50 Minuten Rückstand.

Auf zwei Rädern drückte zunächst der zweimalige Triathlon-Olympiasieger Alistair Brownlee kräftig in die Pedale, den Debütanten hatten die Deutschen im Vorfeld als große Gefahr eingestuft. Um einen Höhenflug des Briten aber schon im Keim zu ersticken, übernahm Frodeno nach knapp 20 km die Spitze. Lange hatte zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als eine Minute verloren, Kienle rund eine Minute aufgeholt.

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... und begießt ihren Triumph auf Hawaii.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als Lange mit hängenden Schultern vom Rad stieg und von einem Betreuer in ein Begleitfahrzeug geführt wurde, war Kienle schon an ihm vorbeigefahren. Und auch auf die Spitzengruppe machte der 35-Jährige weiter Zeit gut. Nach der Hälfte der Radstrecke betrug Kienles Rückstand lediglich noch 2:24 Minuten - dann allerdings vergrößerte sich die Lücke wieder. Er nahm den Marathon ohne Siegchance in Angriff.

Quelle: n-tv.de, chr/sid/dpa

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