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Ackermann verpasst ÜberraschungGiro startet mit Massensturz - Franzose trotzt Ziel-Chaos

08.05.2026, 18:22 Uhr
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Die Radfahrer befinden sich auf der Rundfahrt nach Rom. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Massensturz kurz vor dem Ziel: Paul Magnier siegt beim Giro-Auftakt im bulgarischen Burgas und übernimmt das Rosa Trikot. Ein Deutscher verpasst den Überraschungs-Coup, Jonas Vingegaard bleibt vom Chaos verschont.

Der Franzose Paul Magnier hat den von einem heftigen Massencrash überschatteten Auftakt des 109. Giro d'Italia gewonnen und ist erster Träger des Rosa Trikots. Nach schweren Stürzen mehrerer Fahrer kurz vor dem Ziel setzte sich der 22-Jährige vom Team Soudal Quick-Step im Sprint der übriggebliebenen Gruppe durch und übernahm dadurch die Führung in der Gesamtwertung. Pascal Ackermann (Jayco AlUla) verpasste als Siebter einen deutschen Überraschungserfolg.

Magnier verwies den Dänen Tobias Lund Andresen (Decathlon-CMA CGM) und den Briten Ethan Vernon (NSN Cycling) auf die Plätze, nachdem auf der engen Zielgerade der 147 Kilometer langen ersten Etappe im bulgarischen Burgas mehrere Fahrer im vorderen Teil des Pelotons bei hoher Geschwindigkeit zu Fall gekommen waren. Nur zehn Fahrer kamen durch, der Rest wurde 600 Meter vor Schluss aufgehalten.

Zunächst versuchte Max Walscheid (Lidl-Trek) sein Glück, der Anfahrer von Top-Favorit Jonathan Milan wurde aber von den endschnellen Männern noch eingeholt und letztlich Neunter. Für den Italiener Milan reichte es nur zu Platz vier, Ackermann war im Massensprint chancenlos. Der Däne Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike), der nach Siegen bei der Tour de France und der Vuelta auch die dritte große Landesrundfahrt gewinnen will, blieb vom Massensturz verschont und rollte mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Start in Bulgarien

Zu Beginn der diesjährigen Italien-Rundfahrt ließ es das Peloton zunächst gemächlich angehen. Erst zur Etappen-Halbzeit zog das Tempo an. Nachdem die beiden Ausreißer, Manuele Tarozzi und Diego Pablo Sevilla aus Wildcard-Teams, rund 23 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden, begannen die Positionskämpfe. Im Finale kam es auf enger Straße dann zu den Stürzen. Am Ende sicherte sich Magnier seinen ersten Erfolg bei einer der drei großen Landesrundfahrten.

In den Sturz verwickelt war auch Dylan Groenewegen. Der Top-Sprinter der Unibet Rose Rockets, für den Marcel Kittel als Sprinttrainer arbeitet, rollte mit Schmerzen am Handgelenk über die Ziellinie. Groenewegen soll den 2023 gegründeten französischen Rennstall den ersten Etappensieg bei einer Grand Tour bescheren, beim Giro feiert das YouTube-Team sein Debüt.

Auch die zweite von 21 Etappen findet am Samstag in Bulgarien statt. Die Strecke führt über 221 km von Burgas nach Weliko Tarnowo, dabei wird erstmals geklettert. Drei Anstiege der dritten Kategorie sind zu meistern. Am Sonntag geht es in die Hauptstadt Sofia, am Montag steht der Transfer nach Italien an.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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