Sport

Ex-Bayern-Profi mit dabeiIranische Sportler setzen IOC mit großer Forderung unter Druck

13.03.2026, 06:40 Uhr
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Kirsty Coventry ist Chefin des IOC. (Foto: REUTERS)

In einem Brief an IOC-Präsidentin Kirsty Coventry rufen rund 200 iranische Sportler zur Auflösung ihres Nationalen Olympischen Komitees auf. Auch ein früherer Fußballer des FC Bayern unterschreibt.

Rund 200 iranische Sportler haben die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, dazu aufgerufen, die Auflösung des Nationalen Olympischen Komitees ihres Landes aufgrund systematischer Diskriminierung zu prüfen. "Schweigen ist in diesem Zusammenhang keine Neutralität. Es schützt eine diskriminierende Politik", schrieben die Athleten. Das IOC ist für eine Reaktion angefragt.

Die internationale Bewegung Global Athlete, die sich für mehr Rechte von Sportlerinnen und Sportlern einsetzt, hatte den Brief auf der Plattform X veröffentlicht. Auch das Fachportal "Inside the Games" berichtet über den Appell der Athleten. Zu den Unterzeichnern zählt demnach auch der frühere Fußballspieler vom FC Bayern München, Ali Karimi. Hinzu kommen Athleten etwa aus dem Judo, Schwimmen, Handball oder Volleyball sowie wenige Sportjournalisten und Wissenschaftler.

"Wir fordern Sie respektvoll auf, mutig und im Einklang mit den von Ihnen verkündeten Grundsätzen zu handeln und die Auflösung des Nationalen Olympischen Komitees des iranischen Regimes in Betracht zu ziehen", heißt es in dem Brief. Coventrys Reaktion entscheide darüber, ob die olympische Charta ein lebendiges Dokument oder ein zeremonieller Text sei.

Verbände im Iran sind normalerweise eng mit staatlichen Institutionen verbunden und gelten deshalb nicht als unabhängig. Athleten, die sich politisch äußern oder an Protesten beteiligen, riskieren Sperren oder sogar Haftstrafen.

2020 war der Ringer Navid Afkari hingerichtet worden. Der Iraner hatte nach Angaben der iranischen Justiz bei einer Demonstration einen Sicherheitsbeamten getötet. Der Sportler, seine Familie und Menschenrechtsorganisationen führten an, ein Geständnis sei durch Folter erzwungen worden.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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