"Viel zu niedrig"

Jets sorgen für Schrecken im vollen Rugby-Stadion

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31.08.2026 | 17:01 Uhr
60.000 Menschen warten auf das Rugby-Duell zwischen Südafrika und Neuseeland, als zwei Flugzeuge im extremen Tiefflug über das voll besetzte Stadion rauschen. Das Manöver sorgt für Ärger.

Die Tiefflüge von zwei Jets knapp über dem Stadiondach im südafrikanischen Kapstadt zu Beginn eines internationalen Rugby-Spiels haben eine hitzige Debatte über Sicherheitsrisiken ausgelöst. Die Maschinen der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink waren am Samstag äußerst tief über das Stadion geflogen. Gleichzeitig schossen die Veranstalter bei dem Überflug bunte Rauchfackeln in die Luft. In dem Stadion hatten sich rund 60.000 Zuschauer für das Spiel zwischen Südafrika und Neuseeland versammelt.

Nach Angaben der Flugverfolgungs-Website Flightradar24 soll eines der Flugzeuge etwa 15 Meter über das Dach des DHL Stadions geflogen sein, andere Quellen sprechen von einem größeren Abstand. Empörte Südafrikaner bezeichneten den Überflug über das voll besetzte Stadion in sozialen Medien als gefährlich und rücksichtslos. Der Überflug sei "viel zu niedrig", "völlig unnötig" und "beängstigend" gewesen, hieß es.

"Das war spektakulär"

Airlink betonte in einer Mitteilung, das Manöver sei mit Präzision ausgeführt worden und mit Unterstützung der Luftfahrtbehörden sorgfältig geplant gewesen. "Die beiden Flugzeuge wurden von einer äußerst erfahrenen Besatzung geflogen, die jeweils aus drei erfahrenen Piloten bestand", so Airlink. Die Flüge hätten die genehmigten und erprobten Sicherheitshöhen- und Geschwindigkeitsgrenzen für den Überflug eingehalten. Bei den Maschinen handelt es sich um eine Embraer E195 und eine Embraer E190. 

Auch Sportminister Gayton McKenzie verteidigte das Flugmanöver. "Es ist eine bekannte Tatsache, dass wir die besten Piloten der Welt haben; das war spektakulär" schrieb der Minister nach dem Spiel auf X.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/dpa