Superstar Jokić fliegt rausKnicks vermöbeln Hawks in absurder NBA-Rekordnacht

Zwischenzeitlich beträgt die Führung 61 Punkte, zur Halbzeit sind es 47 - das gab es in den NBA-Playoffs noch nie. Die New York Knicks zerlegen die Atlanta Hawks in deren Halle nach allen Regeln der Kunst. Auch Superstar Nikola Jokić und seine Nuggets müssen ein peinliches Aus verkraften.
Die New York Knicks haben mit einer historischen Leistung die zweite Runde der NBA-Playoffs erreicht und die Atlanta Hawks in deren eigener Halle deklassiert. Beim 140:89 lagen die Gäste schon zur Halbzeit mit 83:36 vorn. Selbst in der regulären Saison wäre dieser Spielstand peinlich, in einem wichtigen Playoff-Spiel wirkte er geradezu absurd. Einen 47-Punkte-Vorsprung zur Pause hatte es in den NBA-Playoffs zuvor noch nie gegeben.
New York setzte sich in der Serie mit 4:2 nach Siegen durch und trifft nun im Halbfinale der Eastern Conference entweder auf die Boston Celtics oder die Philadelphia 76ers. In dieser Serie geht es nach dem 106:93 für die 76ers in das entscheidende siebte Spiel.
Nerven liegen blank
New York kann sich diese Partie nach dem dominanten Sieg in aller Ruhe anschauen. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung auf Atlanta satte 61 Punkte. Haws-Profi Dyson Daniels und New Yorks Mitchell Robinson flogen in der ersten Halbzeit nach einer Auseinandersetzung vom Feld, als die Knicks bereits mit 49 Punkten vorn lagen und die Nerven der Hawks-Profis blank lagen.
"Das war offensiv einfach ein richtig guter Abend", sagte Knicks-Trainer Mike Brown. "Wir haben die Dinge getan, die wir tun mussten, und alle unsere Spieler waren sehr, sehr gut in ihrer Konzentration und in den Details." Die Knicks hatten in der Serie nach zwei Niederlagen mit jeweils nur einem Punkt Unterschied bereits 1:2 hinten gelegen, holten dann aber drei überlegene Siege.
In Philadelphia ließen die 76ers den favorisierten Celtics unterdessen keine Chance und gerieten nie in Rückstand. Boston vergab bereits die zweite Gelegenheit, die Serie zu beenden, und muss nun im TD Garden in ein siebtes Spiel. Tyrese Maxey mit 30 Punkten für die 76ers war der beste Werfer des Abends.
Mitfavorit Denver ist schon raus
Derweil muss ein Topfavorit auf den Titel schon die Segel streichen. Die Minnesota Timberwolves holten in einem hitzigen Duell mit den Denver Nuggets den notwendigen vierten Sieg und stehen im Halbfinale der Western Conference. Peinlich für die Nuggets um Superstar Nikola Jokić: Das Team der Timberwolves war von Verletzungen geplagt, in Anthony Edwards fehlte etwa der beste Spieler verletzt.
Dennoch gewann das Team aus Minnesota 110:98 und trifft nun auf die San Antonio Spurs mit dem französischen Starspieler Victor Wembanyama. Jaden McDaniels kam auf 32 Punkte für die Timberwolves, die neben Edwards unter anderem auch auf Donte DiVincenzo und kurzfristig auch auf Ayo Dosunmu und Kyle Anderson verzichten mussten. Jokić sammelte zwar 28 Punkte, neun Rebounds und zehn Assists, traf aber nur einen seiner fünf Dreierversuche. Sein Co-Star Jamal Murray zeigte allerdings das weitaus schlechtere Spiel: Er traf nur vier seiner 17 Würfe.