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Youngster Molleker raus Kohlschreiber überrascht in München

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Brauchte 109 Minuten, um Karen Chatschanow zu besiegen - Philipp Kohlschreiber.

(Foto: imago images / Hasenkopf)

Der Rekordsieger bleibt im Rennen: Tennis-Oldie Philipp Kohlschreiber erreicht als zweiter Deutscher neben Alexander Zverev das Viertelfinale beim Sandplatzturnier in München. Teenager Rudi Molleker fehlt nach starkem Start dagegen noch der Plan B zum Weiterkommen.

Nach dem topgesetzten Alexander Zverev hat als zweiter und letzter Deutscher Tennis-Oldie Philipp Kohlschreiber das Viertelfinale beim Münchner ATP-Turnier erreicht. Der dreimalige Gewinner der mit 524.340 Euro dotierten Sandplatzveranstaltung darf sich dank eines überraschenden 7:6 (8:6), 6:4 gegen den an Nummer zwei gesetzten Russen Karen Chatschanow Hoffnungen auf sein nächstes Halbfinale machen.

Teenager Rudi Molleker musste sich im Achtelfinale dagegen Roberto Bautista Agut geschlagen geben. Der 18-Jährige aus Berlin unterlag dem spanischen Weltranglisten-21. nach 77 Minuten mit 4:6, 2:6. Damit sind von insgesamt sieben im Hauptfeld gestarteten Deutschen nur noch Kohlschreiber und Zverev übrig. Deutschlands Nummer eins kämpft nach einem Tag zum Durchschnaufen am Freitag gegen den Chilenen Christian Garin um das Halbfinale.

Vorjahresfinalist Kohlschreiber zeigte auf dem Centre Court gegen Chatschanow durchweg eine starke Leistung, vor allem auch im Tiebreak des ersten Satzes, den er nach einem 2:5-Rückstand und der Abwehr eines Satzballs gegen den 13. der Weltrangliste noch gewann. "Der erste Satz war mir fast zu eng, da war ich der deutlich bessere Spieler", sagte Kohlschreiber.

Im zweiten Satz war die deutsche Nummer zwei gleich hellwach und holte sich das Break zum 1:0. Einmal musste der Augsburger seinen Aufschlag zwar wieder abgeben, holte ihn sich aber sofort zurück. Nach 109 Minuten verwandelte Kohlschreiber seinen zweiten Matchball und zog in die nächste Runde ein. Es war ein gutes  Match. Ich bin natürlich sehr happy und froh, dass ich mich belohnt habe", sagte er.

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Rudi Molleker durfte gerade im ersten Satz jubeln. Am Ende ging er aber als Verlierer vom Platz.

(Foto: imago images / Sven Simon)

"Das tut natürlich weh"

Sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour verpasste Molleker am Ende klar. Dabei startete der Youngster blendend. Sein erstes Aufschlagspiel gewann er zu Null, bei seinem zweiten wehrte er zwei Breakbälle ab und nahm Bautista Agut dann den Aufschlag zum 4:2 ab. Trotz eigener Spielbälle musste die Nachwuchshoffnung, derzeit auf Rang 157 der Weltrangliste geführt, das eigene Aufschlagspiel aber sofort wieder abgeben. "Das tut natürlich  ein bisschen weh", sagte Molleker nach dem Match. Bautista Agut nutzte schließlich nach 43 Minuten den ersten von drei Satzbällen. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs verlor Molleker erneut sein Aufschlagspiel. Der in der Ukraine geborene Newcomer ließ sich aber nicht hängen. Molleker breakte seinen Gegner zum 2:3. Der Spanier zog aber dank der größeren Konstanz und Routine schließlich ungefährdet ins Viertelfinale ein.

"Ich hatte mir vorgenommen, das Match zu genießen. Ich hatte einen Plan: Ich habe versucht, die Ballwechsel lang zu halten", sagte Molleker nach dem Match gegen einen Rivalen, der aber wenige Fehler beging und sich bestens auf den Deutschen einstellte: "Der Plan B war leider nicht da."

Quelle: n-tv.de, Martin Moravec, dpa

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