Bei Siegemunds ErstrundenausNaomi Osaka überrascht mit French-Open-Outfit

Zum dritten Mal in Folge scheitert Laura Siegemund in der ersten Runde der French Open. Die Deutsche frustriert zwar Weltstar Naomi Osaka im zweiten Satz - bleibt aber chancenlos. Derweil sorgt die 28-jährige Japanerin schon vor dem ersten Aufschlag für Aufsehen.
Ohne Fortune gegen "Fashion-Queen" Naomi Osaka: Laura Siegemund ist zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde der French Open ausgeschieden. Die 38-Jährige unterlag der kraftvollen, viermaligen Grand-Slam-Siegerin aus Japan in einem engen Match mit 3:6, 6:7 (3:7). Die routinierte Schwäbin spielte weitgehend auf Augenhöhe, konnte ihre Chancen aber nicht entscheidend nutzen.
Einen Lauf wie 2020 kann Siegemund - als Weltranglisten-47. aktuelle deutsche Nummer eins - damit nicht wieder starten. Damals erreichte sie das Viertelfinale bei dem Höhepunkt der Sandplatzsaison.
Es bleibt somit neben Alexander Zverev, der nun auf den Tschechen Tomas Machac trifft, bei zwei deutschen Spielerinnen, die weiter im Turnier sind: Die beiden Hamburgerinnen Eva Lys und Tamara Korpatsch spielen ebenfalls am Mittwoch um den Einzug in die dritte Runde.
"Man sieht förmlich, wie es Osaka nervt"
Osaka sorgte schon vor dem ersten Aufschlag für Aufsehen. Die ehemalige Weltranglistenerste ging in einem schwarzen, bodenlangen Glitzerkleid auf den Court Suzanne-Lenglen, das sie für die Partie ablegte. Im Match trug die 28-Jährige dann ein bronzefarbenes Glitzer-Outfit. "Weißt du, wenn der Eiffelturm nachts funkelt? Ich denke irgendwie, dass ich so aussehe", sagte Osaka nach ihrem hart erkämpften Sieg zur Interviewerin.
Die Favoritin hatte sich zuletzt in Madrid und Rom ordentlich präsentiert, ist in Paris aber noch nie über die dritte Runde hinausgekommen. Also witterte die Dauerbrennerin Siegemund, die mit ihrem taktischen Gespür für ihre Gegnerinnen enorm unangenehm sein kann, ihre Chance.
Schon im ersten Satz hielt Siegemund gut mit, doch Osakas Kraft mit Aufschlägen bis 195 Stundenkilometer war der entscheidende Faktor. Die Deutsche spielte gegen Osaka trotzdem gut mit und brach vor allem im zweiten Satz verstärkt Osakas Rhythmus, indem sie zum Beispiel erfolgreich Stopps einsetzte - so wie beim Break. "Super gespielt, damit raubt sie ihr da wirklich den Nerv", sagte die frühere Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport: "Man sieht förmlich, wie es Osaka nervt."
Doch Siegemund vergab einen Satzball und verlor ihr Aufschlagspiel. Im Tiebreak setzte sich die größere Qualität der viermaligen Grand-Slam-Turniergewinnerin Osaka vor allem beim Aufschlag durch. "Da war mehr drin im zweiten Satz", meinte Rittner, die aber auch Osaka lobte: "Immer wenn es wichtig war, ist sie über ihren ersten Aufschlag aus kritischen Situationen rausgekommen." Am Ende setzte sich Osaka durch.