Sport

Fitnesstrainerin vergewaltigt? Patriots trennen sich von Skandalprofi Brown

imago42432697h.jpg

"Wir sind der Auffassung, dass es besser ist, jetzt getrennte Wege zu gehen", teilen die Patriots mit.

(Foto: imago images / Icon SMI)

Eigentlich wollten die New England Patriots den Wide Receiver Antonio Brown für ein Jahr verpflichten. Doch nach nicht einmal zwei Wochen trennt sich die Football-Mannschaft bereits von dem Profi. Der Grund: Seine frühere Fitnesstrainerin zieht gegen Brown vor Gericht. Er soll sie vergewaltigt haben.

Die New England Patriots aus der Football-Liga NFL haben sich nach nicht einmal zwei Wochen von Skandalprofi Antonio Brown getrennt. Das gab der Super-Bowl-Champion bekannt. Wide Receiver Brown war zuletzt wieder und wieder in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen Vergewaltigungsvorwürfen. "Die New England Patriots trennen sich von Antonio Brown. Wir wissen zu schätzen, dass viele Leute in den letzten elf Tagen hart gearbeitet haben, aber wir sind der Auffassung, dass es besser ist, jetzt getrennte Wege zu gehen", hieß es in einer knappen Mitteilung auf der Website der Franchise.

*Datenschutz

Danke für die Möglichkeit, Patriots", twitterte Brown. Sein Berater Drew Rosenhaus teilte unterdessen mit, Brown sei entschlossen, ein neues Team zu finden. "Antonio ist gesund und sucht nach der nächsten Gelegenheit. Er will das Spiel spielen, das er liebt und hofft, bald für ein anderes Team tätig zu sein."

Brown weist Anschuldigungen zurück

Das neuerliche Aus für Brown ist der vorläufige Tiefpunkt einer wochenlangen Posse. Erst Anfang des Monats hatten sich die Oakland Raiders nach einem bizarren Streit vom Neuzugang getrennt. Es folgte der Wechsel zu Meister New England, dann wurden Vergewaltigungsvorwürfe bekannt. Browns frühere Fitnesstrainerin Britney Taylor beschuldigt den NFL-Profi, sich dreimal sexuell an ihr vergangen zu haben, die Sportlehrerin hat im US-Bundesstaat Florida Klage eingereicht.

Brown hatte sich am Donnerstag erstmals im Gespräch mit Journalisten geäußert, ging Fragen nach der Klage aber aus dem Weg. Er fokussiere sich voll auf den Sport. Brown hat bisher sämtliche Anschuldigungen durch seine Anwälte zurückgewiesen. Ein Vergleichsangebot in Höhe von zwei Millionen Dollar soll er abgelehnt haben.

Nike trennt sich von Brown

Am Freitag gab Sportartikelhersteller Nike bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Brown beendet sei. Stunden später erfolgte das Aus bei den Patriots. Brown hat nur ein Spiel für New England gemacht, beim 43:0-Sieg bei den Miami Dolphins fing er einen 20-Yard-Touchdown-Pass von Star-Quarterback Tom Brady - mit vier gefangenen Pässen für 56 Yards Raumgewinn war Brown der erfolgreichste Receiver der Gäste.

Sportlich ist Brown für jedes Team eine Verstärkung: In sechs Spielzeiten für die Pittsburgh Steelers fing er in den Hauptrundenspielen 686 Pässe für 9145 Yards - auf solche Zahlen war in so einer Zeitspanne noch niemand in der NFL gekommen.

Die New England Patriots, das Team von Quarterback-Star Tom Brady, hatten Brown eigentlich für ein Jahr unter Vertrag genommen, nachdem sich der Profi erfolgreich aus seinem Kontrakt bei den Oakland Raiders geekelt hatte. "Ich bin frei!", schrie Brown in einem Youtube-Video, das den Moment zeigen soll, in dem er von seiner Trennung von den Raiders erfuhr.

Bei den Raiders hatte er so lange Theater veranstaltet, bis er entlassen wurde. Erst konnte Brown wegen Erfrierungen nach einer Kältebehandlung nicht trainieren, weil er keinen Schutz an seinen Füßen getragen hatte. Außerdem streikte er, weil sein Helmmodell verboten wurde. Danach soll er wegen der Geldstrafe auch noch General Manager Mike Mayock Gewalt angedroht haben.

Quelle: n-tv.de, aeh/sid/dpa

Mehr zum Thema