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"Immer ein sauberer Fahrer" Quintana wehrt sich gegen Doping-Verdacht

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Nairo Quintana steht nach der Tour de France unter Dopingverdacht.

(Foto: AP)

Beim Radsport fährt das Thema Doping allein schon wegen der skandalreichen Vergangenheit mit. Auch in diesem Jahr könnte wieder eine Schatten auf die Tour de France fallen. Nach der Razzia beim Team Arkéa-Samsic müssen zwei Mitglieder in Gewahrsam, Mannschaftskapitän Quintana weist jeden Vorwurf zurück.

Nach einer Razzia beim französischen Radsportteam Arkéa-Samsic noch während der Tour de France und der Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Marseille hat sich der kolumbianische Teamkapitän Nairo Quintana zu Wort gemeldet. "Die Behörden betraten mein Zimmer und beschlagnahmten völlig legale Vitaminpräparate, obwohl sie den französischen Behörden vielleicht nicht bekannt waren", heißt es in einer Mitteilung Quintanas in den sozialen Medien. Dies sei der Hauptgrund, warum es Zeit braucht, um alles, was passiert ist, aufzuklären. "Um jeden Zweifel zu vermeiden, möchte ich bestätigen, dass nie Dopingsubstanzen gefunden wurden", betonte der 30 Jahre alte Radprofi.

Am Tag der Königsetappe zum Col de la Loze am vergangenen Mittwoch war der französische Rennstall ins Visier der Ermittler geraten. Im Teamhotel in der Nähe des Wintersportorts Méribel wurden Medien zufolge auch Hinweise auf Doping entdeckt. Ein Arzt und ein Physiotherapeut kamen in Polizeigewahrsam - durften dieses aber in der Nacht verlassen. Französischen Medienberichten zufolge steht unter anderem Dayer Quintana - wie sein Bruder Nairo in Diensten der Franzosen - im Fokus der Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft der südfranzösischen Hafenstadt Marseille ermittelt wegen des Verdachts "der Verabreichung und Verschreibung einer verbotenen Substanz oder verbotenen Methode an einen Sportler ohne medizinische Begründung". Es drohen maximale Strafen von fünf Jahren Haft und Geldbußen von 75.000 Euro, so die Ermittler. Auch Fahrer des Teams wurden verhört. Es gebe unter anderem den Verdacht des Transports und des unerlaubten Besitzes von giftigen Substanzen. Es drohten deshalb Haftstrafen von bis zu fünf Jahren und Geldbußen.

"Ich werde die Wahrheit verteidigen"

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Quintana bekräftigte, dass er vor der Staatsanwaltschaft erschienen sei und alle Fragen "mit gutem Gewissen" beantwortet habe. "Ich habe nichts zu verbergen und hatte nie etwas zu verbergen", betonte Quintana: "Ich war in meinem ganzen Sportlerleben immer ein sauberer Fahrer." Er sagte außerdem: "Ich werde - ohne Angst - weiterhin stark sein, ich werde die Wahrheit verteidigen, und ich werde meinen Weg fortsetzen, auch wenn die Menge manchmal eine andere Richtung einschlägt."

Team-Manager Emmanuel Hubert hatte seinen Profis von Arkéa-Samsic Unterstützung zugesichert, für den Fall illegaler Praktiken jedoch sofortige Konsequenzen angekündigt. "Natürlich stehen wir hinter unseren Fahrern, aber sollten die Untersuchungen tatsächlich Dopingpraktiken bestätigen, würde sich das Team umgehend von solchen Handlungen distanzieren und ohne abzuwarten die notwendigen Maßnahmen ergreifen", hatte Hubert gesagt. Quintana war erst zu dieser Saison zu Arkéa-Samsic gewechselt. Er fuhr zuvor jahrelang für das spanische Team Movistar. Am Wochenende soll der Kolumbianer bei der Straßenrad-WM in Imola an den Start gehen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid