Hektische Jagd nach Sturz

Vingegaard erlebt Schreckmoment vor Pyrenäen-Showdown

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Jonas Vingegaard kämpft bei der Tour um den Gesamtsieg. (Foto: REUTERS)
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09.07.2026 | 07:47 Uhr
Schreckmoment für Jonas Vingegaard auf der 5. Etappe der Tour de France: Der dänische Mitfavorit wird in der Schlussphase in einen Sturz verwickelt. Vor dem ersten Showdown bleibt er dennoch entspannt.

Trotz seiner Schrecksekunde auf der fünften Etappe fühlt sich Jonas Vingegaard bereit für den ersten großen Showdown der Favoriten bei der Tour de France. "Wir gehen mit einem guten Gefühl in den Tag. Jonas ist in der Gesamtwertung gut platziert und fühlt sich stark", sagte Marc Reef, Sportdirektor beim Team Visma - Lease a Bike mit Blick auf die Pyrenäenetappe mit der Überfahrt des legendären Col du Tourmalet am Donnerstag.

Dabei verlief die Rundfahrt-Auftaktphase für den Dänen, der im Duell mit Topfavorit Tadej Pogacar seinen dritten Tour-Titel gewinnen will, nicht nach Plan. Zunächst verlor Vingegaard auf der dritten Etappe das Gelbe Trikot des Gesamtführenden an Pogacar, dann fiel im Mannschaftsbus der niederländischen Equipe am Montagabend die Klimaanlage aus, ehe Vingegaard am Mittwoch eine sportliche Schrecksekunde überstehen musste.

"An solchen Tagen kann man die Tour verlieren"

Etwa 5,5 Kilometer vor dem Ziel der fünften Etappe in Pau wurde der Mitfavorit in einen Massensturz verwickelt. Vingegaard beendete das Rennen auf dem Rad seines Teamkollegen Victor Campenaerts und kam letztlich nur dank einer hektischen Aufholjagd ohne Zeitverlust ins Ziel. Eine Verletzung trug der Däne auf der zuvor lange unspektakulären Etappe nicht davon. "Genau an solchen Tagen kann man die Tour de France verlieren oder ausscheiden", befand Ralph Denk, Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe im teameigenen Podcast.

Die sechste Etappe, das einzige echte Pyrenäen-Teilstück 2026, wird zu einem Mittler zwischen den Zeiten. Zwei große Anstiege der Tour-Historie sind ebenso dabei wie der bislang noch nie befahrene Schlussanstieg in den spektakulären Kessel von Gavarnie-Gèdre.

Ab Kilometer 106 geht es zur Sache. Über den Col d'Aspin (1489 Meter/1. Kategorie), an dem 2006 Ausreißer Fabian Wegmann als bislang einziger Deutscher vorne lag, geht es zum 2115 Meter hohen Tourmalet, der mit 17,1 Kilometern bei 7,3 Prozent Steigung eine der größten Kraftproben der Tour ist. Der Schlussanstieg ist zwar mit 18,7 Kilometern sehr lang, mit durchschnittlich nur 3,7 Prozent Steigung aber nicht sehr herausfordernd. Vingegaard liegt zeitgleich mit Pogacar 7:53 Minuten hinter dem Gesamtführenden Torstein Träen aus Norwegen.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid