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"Ein Fiasko, ein großes" Selbst mit PSG bleibt Gensheimer ungekrönt

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Am Ende hat es nicht gereicht: Uwe Gensheimer beim Rückspiel gegen Kielce.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Auch im dritten und letzten Anlauf verpasst Uwe Gensheimer mit Paris St. Germain den Triumph in der Champions League. Deutschlands bester Handballer bleibt nach dem knappen Viertelfinal-Aus international ohne großen Titel. Und mit den Rhein-Neckar Löwen dürfte sich das so schnell nicht ändern.

Uwe Gensheimer bekam das Ausmaß des Scheiterns von Paris St. Germain noch einmal vor Augen geführt. "Der undenkbare Absturz", titelte die französische Sportzeitung L'Equipe am Tag danach und kommentierte das Viertelfinal-Aus der millionenschweren Handball-Mannschaft so: "Ein Fiasko, ein großes." Für das Starensemble um Welthandballer Mikkel Hansen und Nikola Karabatic bedeutet der K.o. tatsächlich das nächste Debakel, für Gensheimer ist es mehr als das: Deutschlands bester Handballer verpasste auch im dritten und letzten Anlauf mit dem Scheich-Klub den Triumph in der Königsklasse und kehrt im Sommer ungekrönt zu den Rhein-Neckar Löwen in die Bundesliga zurück.

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"An Uwe hat es ganz sicher nicht gelegen."

(Foto: imago images / Noah Wedel)

Der Traum vom Erfolg im wichtigsten Klubwettbewerb des Welthandballs - er bleibt für Gensheimer unerfüllt. Damit steigt das Final Four in Köln am ersten Juni-Wochenende ohne deutsche Beteiligung, nachdem auch die SG Flensburg-Handewitt als letzter Bundesligaklub ausgeschieden ist. "An Uwe hat es ganz sicher nicht gelegen. Er hat sein Soll mehr als erfüllt", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Nach seinen elf Toren beim 24:34 im Hinspiel gegen KS Kielce in Polen traf er bei der erfolglosen Aufholjagd beim 35:26 im Rückspiel fünf Mal.

Sein Traum liegt auf Eis

Für Gensheimer ist das erneute Scheitern besonders bitter. Im Sommer 2016 hatte der beste Linksaußen der Welt seinen Heimat- und Herzensklub, die Löwen, vor allem aus einem Grund verlassen: Er wollte einmal die Königsklasse gewinnen. Doch der Finalpleite 2017 folgte das Halbfinal-Aus 2018 und nun das letztlich knappe Aus im Viertelfinale gegen Kielce. Selbst der bevorstehende Gewinn seiner dritten französischen Meisterschaft kann den Schmerz kaum lindern.

"Irgendwie scheint auf dem Projekt Paris ein Fluch zu liegen", sagte Bohmann und sprach von einem gewissen "Risiko. Ich hoffe, dass es den Geldgebern nicht zu viel wird". Die Tageszeitung "Le Parisien" zog Parallelen zu den ebenfalls von katarischen Scheichs alimentierten Fußballern und schrieb vom "Frexit", der sich nun auch auf die Handballsparte des Klubs ausgedehnt habe. Doch unabhängig davon liegt Gensheimers Traum erst einmal auf Eis. Sein bis 2022 laufender Vertrag bei den Löwen erlaubt theoretisch zwar einen weiteren Angriff auf die begehrte Trophäe, doch in der kommenden Saison sind die Mannheimer in der Champions League höchstwahrscheinlich gar nicht dabei.

Quelle: n-tv.de, Christoph Stukenbrock, sid

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