Die New York Knicks haben einen atemberaubenden Lauf. 13 Spiele in Folge sind die Knickerbocker ungeschlagen – passend zu den Playoffs. In den Finalspielen der NBA führt das Team aus dem Big Apple nach zwei Auswärtserfolgen gegen die San Antonio Spurs mit 2:0. Jetzt geht die Serie in New York City weiter und beschert dem Team und Fans einen weiteren prominenten Gast.
US-Präsident Donald Trump und Bürgermeister Zohran Mamdani haben ihren Besuch im Madison Square Garden angekündigt. Nach eigener Angabe ist Trump vom Teambesitzer James Dolan eingeladen. Seit Jahrzehnten ist Trump Supporter der Knicks, das bestätigte sogar NBA-Chef Adam Silver. Ein offizieller Besuch in den vergangenen Jahren ist aber nicht dokumentiert. Viele Fans sorgen sich: Killt der US-Präsident den Sieger-Vibe? Einige sind alles andere als begeistert, dass das Staatsoberhaupt vorbeikommt.
Die Knicks kündigten in einem Social-Media-Post an, dass es rund um Spiel drei der Finals strenge Sicherheitsmaßnahmen geben werde. Fans sollten sich spätestens zwei Stunden vor Beginn der Partie an der Halle einfinden, teilte das Team mit. Rucksäcke dürfen nicht mitgenommen und persönliche Gegenstände sollten auf ein Minimum reduziert werden.
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Unter dem Post ließen viele Anhänger Dampf ab. "Das ist nicht die Farbe Orange, die wir im Garden sehen wollen!", witzelte einer und bekam dafür über 50.000 Likes. "Bitte sagen Sie DJT, dass es im besten Interesse aller ist, dass er zu Hause bleibt", forderte ein anderer. Ein weiterer Fan fasste die Stimmung so zusammen: "Wie wäre es, wenn man ihn einfach nicht dort hat, niemand will ihn sowieso dort haben."
Auch die offizielle Watchparty, also das Public Viewing, am Madison Square Garden, wurde wegen des bevorstehenden Trump-Besuchs abgesagt. Beim jüngsten Event war es zu Zwischenfällen und mehreren Festnahmen gekommen. "Diese Maßnahme ist in enger Abstimmung mit dem Secret Service aufgrund des Besuchs des Präsidenten erfolgt", hieß es in der NYPD-Mitteilung: "Wir gehen davon aus, dass die Watchparty am Madison Square Garden bei Spiel 4 wieder stattfinden wird."
Trump drohen Buhrufe im Madison Square Garden
Trump inszeniert sich in seinem Amt gerne als Sport-Fan und schaut regelmäßig bei großen Events vorbei. Neben UFC-Kämpfen war er auch schon bei der NFL und bei den US Open 2025 zu Gast. Sein Auftritt in New York führte damals zu Unmut, weil die Einlasskontrollen sehr lange dauerten. Es gab auch Buhrufe. Darauf müssen sich auch die Knicks einstellen. Es ist der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten bei den NBA-Finals überhaupt.
Die Spiele im altehrwürdigen Madison Square Garden werden zu den teuersten in der US-Sport-Geschichte. Das günstigste Ticket kostete vor wenigen Tagen rund 8000 US-Dollar. Trump stört das nur wenig. "Die können das im Fernsehen anschauen. Das ist halbwegs kostenlos. So läuft es im Leben. Wenn das Team kein großer Erfolg wäre, könnte man einfacher hingehen." Soweit die Trump-Logik.
Die Knicks stehen erstmals seit 1999 im Finale. Auch damals hieß der Gegner San Antonio. Am Ende verloren die Knicks deutlich mit 1:4. Diesmal sieht es eindeutig besser aus. Ob Trump dem Team Glück oder Pech bringt, zeigt sich in der Nacht von Montag auf Dienstag (2:30 Uhr MESZ).




