Sport

Inhaftierte Olympiasiegerin USA erhöhen im Fall Griner Druck auf Russland

imago0152742215h.jpg

Brittney Griner sitzt nach ihrer Festnahme wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes am Moskauer Flughafen Scheremetjewo in Untersuchungshaft.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Die zweimalige Basketball-Olympiasiegerin Brittney Griner wird im Februar wegen mutmaßlichen Drogenbesitzes festgenommen. Kurz darauf überfällt Russland die Ukraine. Griners Haft wird bis zum 19. Mai verlängert. Jetzt schaltet sich der US-Sonderbeauftragte für Geisel-Angelegenheiten ein.

Die in Moskau inhaftierte zweimalige Basketball-Olympiasiegerin Brittney Griner wird nach neuer Einschätzung der US-Regierung zu Unrecht von Russland festgehalten. Eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington bestätigte am Dienstag auf Anfrage entsprechende US-Medienberichte. Weiter teilte die Sprecherin mit, der Sonderbeauftragte von US-Präsident Joe Biden für Geisel-Angelegenheiten, Roger Carstens, werde sich von nun an um den Fall der US-amerikanischen Staatsbürgerin kümmern. "Die US-Regierung wird sich weiterhin bemühen, Frau Griner angemessene Unterstützung zukommen zu lassen."

Am 23. März war einem US-Diplomaten konsularischer Zugang zu Griner gewährt worden. Das US-Außenministerium hatte zuvor auf eine konsularische Betreuung gedrängt. Griner sitzt nach ihrer Festnahme wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes am Moskauer Flughafen Scheremetjewo in Untersuchungshaft. Ein Gericht im Gebiet Moskau in der Stadt Chimki hatte den Arrest bis zum 19. Mai verlängert.

Mehr zum Thema

Auch die Basketball-Profiliga WNBA rückte den Fall am Dienstag mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. So soll in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison auf allen Spielfeldern ein Logo mit den Initialen BG und Griners Rückennummer 42 zu sehen sein. Die Phoenix Mercury, mit dem sie in der vergangenen Saison im Finale um die Meisterschaft den Chicago Sky unterlag, darf Griner zudem weiter voll bezahlen, ohne dass dieses Geld bei der Gehaltsobergrenze des Kaders mitgerechnet wird. Bislang hatte sich die WNBA mit öffentlichen Aktionen stark zurückgehalten. Dem Vernehmen nach war dies aus Sorge geschehen, die Situation für Griner zu verschlimmern.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax Anfang März unter Berufung auf den russischen Zoll berichtet hatte, sollen bei einer Kontrolle im Gepäck der Amerikanerin im Februar sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl entdeckt worden sein. Ihr drohen den Angaben zufolge fünf bis zehn Jahre Haft. Die 31 Jahre alte US-Nationalspielerin spielte seit 2015 auch beim Team von UMMC Jekaterinburg im Ural. Mit dem russischen Spitzenclub gewann Griner viermal die Euroleague.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen