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"In unvorstellbarer Situation" Liga hilft in Russland inhaftiertem US-Star

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Bei einer Verurteilung drohen der Ausnahmesportlerin bis zu zehn Jahre Haft.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Seit dem 17. Februar sitzt Brittney Griner in Russland fest. Den Saisonstart der WNBA wird die US-Basketballerin ziemlich sicher verpassen - doch die Liga bemüht sich, dem Superstar beizustehen. WNBA-Chefin Cathy Engelbert spricht das Thema beim Draft offen an.

Die WNBA hat ihre Unterstützung für die in Russland in einem Gefängnis festsitzende Basketballerin Brittney Griner betont. "Bitte seien sie sich bewusst, dass es noch immer unsere höchste Priorität ist, sie sicher nach Hause zu bekommen und es eine Kraft in dieser Gemeinschaft gibt, insbesondere der WNBA, während wir einer außergewöhnlich komplexen Herausforderung entgegensehen", sagte WNBA-Chefin Cathy Engelbert in ihrer Eröffnungsansprache anlässlich des Drafts der besten Nachwuchstalente in New York: "Sie befindet sich in einer unvorstellbaren Situation."

Griner, mit den Phoenix Mercury in der vergangenen Saison erst im Finale gescheitert und eine der besten und bekanntesten Spielerinnen der Profiliga, sitzt seit Mitte Februar in Russland fest. Die Behörden sagen, bei einer Gepäckdurchsuchung am Flughafen seien am 17. Februar Vape-Kartuschen mit Haschisch-Öl gefunden worden. Griner drohen bis zu zehn Jahre Haft bei einer Verurteilung wegen Drogenbesitzes. Russische Medien berichteten vor kurzem, der Arrest sei bis mindestens zum 19. Mai verlängert worden. Die neue Saison der WNBA beginnt am 6. Mai.

"Wir probieren alles"

Engelbert betonte, die Liga tue alles für Griner, was möglich sei. "Sie hat weiterhin unsere volle Unterstützung", sagte sie. "Wir probieren alles, was wir können, jeden Ansatz, wir arbeiten mit ihren Rechtsvertretern zusammen, mit gewählten Anführern, mit der Regierung. Jeder in unserem System versucht, einen Weg zu finden, sie so schnell und sicher wie möglich nach Hause zu bringen."

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ESPN berichtete, Phoenix wolle Griner trotz Abwesenheit das volle Gehalt von 227.900 US-Dollar zahlen. Die Liga prüfe derweil, mit Blick auf die Gehaltsobergrenze eine Ausnahme für die Mercury zu machen. Denkbar ist etwa, dass Griners Gehalt von diesem Salary Cap ausgenommen wird.

US-Nationalspielerin Griner spielt seit 2015 in der Saisonpause der WNBA beim Team von UMMC Jekaterinburg im Ural. Mit dem russischen Spitzenklub gewann Griner viermal die Euroleague. Engelbert betonte außerdem, die 2,05 Meter große Centerin habe Kontakt zu ihren Anwälten: "Wir wissen, dass sie in Sicherheit ist. Aber wir möchten sie nach Hause holen."

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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