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Tod von Pretti erschüttert SportWarriors gewinnen traurigstes Spiel der NBA-Geschichte

26.01.2026, 06:30 Uhr
Basketball-NBA-Minnesota-Timberwolves-Golden-State-Warriors-Hauptrunde-Hauptrunde-Partien-94-Spieltag-Vor-dem-NBA-Basketballspiel-zwischen-den-Minnesota-Timberwolves-und-den-Golden-State-Warrior-in-Minneapolis-wurde-eine-Schweigeminute-fuer-Alex-Jeffrey-Pretti-eingelegt
Schweigeminute für Alex Jeffrey Pretti vor dem Spiel in der NBA. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Golden State Warriors gewinnen ihr NBA-Spiel bei den Minnesota Timberwolves, für die Gastgeber ist es die fünfte Niederlage in Serie. Das große Thema aber ist die Trauer in Minneapolis. Die NBA-Spieler wollen nicht länger schweigen.

Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Demonstranten in Minneapolis hat die angespannte Stimmung in der Stadt auch Auswirkungen auf das NBA-Spiel der Minnesota Timberwolves gegen die Golden State Warriors gehabt. "Diese Gruppe hat gelitten. Die Stimmung auf den Rängen - das war eines der bizarrsten, traurigsten Spiele, an dem ich je beteiligt war", sagte Warriors-Trainer Steve Kerr nach dem 111:85-Sieg seiner Warriors um Stephen Curry, der auf 26 Punkte kam. "Man konnte die gedrückte Atmosphäre spüren. Deren Mannschaft hatte damit zu kämpfen, was hier vor sich geht und was diese Stadt durchmachen muss."

Am Samstagmorgen war der 37-jährige Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde getötet worden. Anfang Januar starb Renee Good in derselben Stadt ebenfalls durch Schüsse aus der Waffe eines Beamten der ICE. Die Regierung spricht in beiden Fällen von Selbstverteidigung. Diese Behauptungen sind durch die Realität nicht gedeckt.

Wolves-Trainer Chris Finch nannte den Auftritt seines Teams - der fünften Niederlage in Serie und der niedrigsten Punkteausbeute in mehr als vier Jahren - "ein Gespenst von einer Leistung". Schon vor dem Duell hatte er sich ungewohnt emotional gezeigt. "Ich bin nicht nur ein Einwohner. Das ist mein Zuhause. Ich liebe es, hier zu leben. Ich liebe es, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein. Die haben mich vom ersten Tag an aufgenommen, die Leute waren großartig. Es ist traurig, zu sehen, was passiert."

NBA-Spieler solidarisieren sich mit ICE-Opfern

Das Spiel zwischen den Teams war eigentlich bereits für Samstag angesetzt worden, dann aber nach Angaben der NBA aus Sicherheitsgründen um einen Tag verschoben worden. Finch sagte, die Timberwolves hatten um die Absage gebeten und bedankte sich bei den Warriors und der Liga für die Unterstützung. "Basketball spielen hat sich einfach nicht wie das Richtige angefühlt." Die Timberwolves hielten vor Spielbeginn eine Schweigeminute ab für den erschossenen Krankenpfleger.

Zuvor hatten zahlreiche in Minnesota ansässige Franchises aus unterschiedlichen Sportarten, darunter das NFL-Team Minnesota Vikings und eben die Timberwolves, einen offenen Brief unterzeichnet, der staatliche, bundesstaatliche und lokale Behörden zur Zusammenarbeit nach den tödlichen Schüssen aufforderte. "Angesichts der tragischen Nachrichten von gestern fordern wir eine sofortige Deeskalation der Spannungen", hieß es in dem Brief.

Ebenfalls am Sonntag hatte die Spielervereinigung der NBA, die NBPA, ein Statement veröffentlicht. Dort hieß es, dass die NBA-Spieler "nicht mehr ruhig sein können". Sie schlugen sich auf die Seite jener, die bereits vor den tödlichen Schüssen am Samstag in gigantischen Mengen auf die Straße gegangen waren.

"Jetzt müssen wir mehr denn je das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigen und uns solidarisch mit den Menschen in Minnesota zeigen, die protestieren und ihr Leben riskieren, um Gerechtigkeit zu fordern", hieß es in der Erklärung der NBPA. "Die Gemeinschaft der NBA-Spieler ist, genau wie die Vereinigten Staaten selbst, eine Gemeinschaft, die durch ihre Weltbürger bereichert wird, und wir weigern uns, zuzulassen, dass die Flammen der Spaltung die bürgerlichen Freiheiten bedrohen, die uns alle schützen sollen."

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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