"Auf Matches konzentrieren"Zverev spart sich noch die große Titel-Ansage

Nach dem Aus von Jannik Sinner und Novak Djokovic ist Tennisprofi Alexander Zverev der große Favorit bei den French Open 2026. Eine klare Ansage Richtung Titel lässt er noch bleiben. Mit seiner Leistung ist er aber schon mal sehr zufrieden.
Alexander Zverev hat nach seinem Achtelfinaleinzug in Paris trotz des Ausscheidens von Jannik Sinner und Novak Djokovic offensive Aussagen in Richtung eines möglichen Titelgewinns vermieden. "Ich muss mich auf die Sachen konzentrieren, die ich beeinflussen kann und das sind meine Matches", sagte der Weltranglistendritte aus Hamburg nach seinem hart erarbeiteten 6:4, 6:3, 5:7, 6:2-Sieg gegen den Franzosen Quentin Halys.
Der dreimalige Grand-Slam-Finalist Zverev ist als einziger Spieler der Top-5 der Weltrangliste noch im Turnier vertreten und zufrieden mit seinem Niveau. "Auch wenn ich heute einen kleinen Durchhänger hatte, spüre ich, dass mein Level da ist", sagte Zverev: "Ich werde alles dafür tun, auch in der zweiten Woche gutes Tennis zu spielen und alle meine Matches, die ich spiele, zu gewinnen."
Zverev muss gegen Lucky Loser ran
Zverevs nächster Gegner ist der Niederländer Jesper de Jong. Der Weltranglisten-106. legt am Bois de Boulogne einen erstaunlichen Lauf hin. Sein Qualifikations-Finale hatte der 25-Jährige verloren, rutschte dann aber noch als Lucky Loser ins Hauptfeld. De Jong bezwang in seinem ersten Match den Schweizer Ex-Turniersieger Stan Wawrinka und zuletzt in der dritten Runde den Russen Karen Chatschanow in fünf Sätzen.
Unmittelbar vor dem dritten Auftritt von Zverev hatte sich in Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic der nächste prominente Titelaspirant verabschiedet. Der Serbe unterlag dem furios aufspielenden Toptalent Joao Fonseca in einem Fünfsatz-Krimi. Tags zuvor war schon Jannik Sinner, die Nummer eins der Welt, sensationell gescheitert. Zverev ist weiter dabei - und steht im grellen Scheinwerferlicht. Als "Topfavorit auf den Titel" bezeichnete Boris Becker Zverev nach Sinners Sturz.
Das Team von Zverev hatte am Abend vor dem Auftritt gegen Halys die völlig veränderte Turniersituation betont sachlich eingeordnet. "Wir alle, inklusive Sascha, sind erfahren genug", sagte sein Bruder und Manager Mischa Zverev bei Eurosport: "Es ist noch ein langes Turnier vor uns, da kann noch so vieles passieren."