Basketball

Alba Berlin erneut geschlagen München rückt näher an den Meistertitel

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Münchens Devin Booker (M.) ist mit 16 Punkten erfolgreichster Werfer des Matches.

(Foto: imago images / Contrast)

In einem dramatischen zweiten Endspiel muss sich Alba Berlin dem FC Bayern München geschlagen geben. Dem Titelverteidiger fehlt damit nur noch ein Sieg zur deutschen Meisterschaft.

Der FC Bayern München hat das zweite Finalspiel in der Basketball Bundesliga (BBL) gegen Alba Berlin mit 82:77 (45:46) für sich entschieden. Damit führt der Titelverteidiger in der Best-of-five-Serie mit 2:0 und kann schon am Sonntag (18.00 Uhr) mit einem weiteren Erfolg den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte perfekt machen.

Erfolgreichste Werfer der Bayern von Trainer Dejan Radonjic in einem lange hart umkämpften Match waren Devin Booker (16 Punkte) und Derrick Williams (12). Für die Hauptstädter, die in dieser Saison zum dritten Mal in einem Finale zu scheitern drohen, trafen Franz Wagner und Rokas Giedraitis (beide 14) am sichersten. Berlin musste sich bereits im Pokalendspiel und im Finale des europäischen Eurocups geschlagen geben.

Drei Tage nach der umstrittenen 70:74-Niederlage zum Auftakt der Endspiele startete Alba stark und erarbeitete sich - wie schon am Sonntag - früh eine 7:0-Führung. Angetrieben von den euphorischen 14.044 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena waren die Gastgeber zunächst entschlossen, die Chance auf die erste Meisterschaft seit 2008 zu wahren. Die favorisierten Bayern leisteten sich in der Anfangsphase sowohl offensiv als auch defensiv viele einfache Fehler und bekamen vor allem die Berliner Giedraitis und Landry Nnoko nicht in den Griff. Die Gäste wurden schon beim Einlaufen in die Halle gnadenlos ausgepfiffen und schienen sich von der Anti-Stimmung sowie der harten körperlichen Gangart der Berliner durchaus beeindrucken zu lassen.

"Dumme Turnover gemacht"

Vor den Augen von NBA-Profi Dennis Schröder führte Alba nach dem ersten Viertel verdient 25:15. Trotz des klaren Rückstands behielten die Münchner wie im ersten Duell die Nerven. Im spektakulären zweiten Viertel verringerte der Titelverteidiger kontinuierlich den Rückstand. Dabei glänzte vor allem Booker mit zwölf Punkten und sorgte fast im Alleingang für die erste Bayern-Führung zum 37:36 (17.). "Bayern ist mit einer höheren Intensität im zweiten Viertel rausgekommen", sagte der Berliner Youngster Wagner: "Wir haben ein paar dumme Turnover gemacht." Dennoch lagen die Berliner zur Halbzeit wieder mit 46:45 vorne.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es in der Neuauflage des Vorjahresfinales, das die Bayern mit 3:2 gewonnen hatten, eng. Schwächen bei den Distanzwürfen der Berliner führten aber dazu, dass die Bayern zumindest eine Sieben-Punkte-Führung (59:52) erspielen konnten. Zu Beginn des Schlussviertels wuchs der Vorsprung auf zehn Zähler (33.), ehe Alba das Spiel mit einem 11:0-Lauf wieder spannend machte. Doch München agierte insgesamt cleverer und spielte die Erfahrung von gestandenen Profis wie Ex-NBA-Star Derrick Williams aus.

Quelle: n-tv.de, Thomas Wolfer, dpa

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